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DDR-Bürger drei Tage nach dem Fall der Berliner Mauer zu Besuch in Hamburg. Dass sie nicht „kapieren, wie das hier langgeht“, ist auf den ersten Blick nicht erkennbar.

25. Januar 2017 / 20:51 Uhr

„Ossis“ wie „Nafris“? Merkel vergleicht kriminelle Einwanderer mit DDR-Bürgern nach der Wiedervereinigung

Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel hat jede Balance verloren – sowohl in ihren politischen Handlungen als auch in ihren Äußerungen. In einer Rede beim Diözesanempfang des Bistums Würzburg (Bayern) am 24. Jänner 2017 entwichen der deutschen Regierungschefin folgende, offenbar witzig gemeinte Sätze bezogen auf die tagtäglich die Polizeiberichte dominierenden „Schwierigkeiten“ vieler Migranten, sich im deutschen Rechtssystem zurecht zu finden.

Ich könnte wahrscheinlich auch nicht gleich alles verstehen, wie das bei uns geordnet ist und geregelt ist. Das ist nicht so einfach, glauben Sie’s mir. War schon nach der deutschen Einheit gar nicht so einfach, sofort alles zu kapieren, wie das hier langgeht.

Bei genauem Hinhören hätte den Besuchern dieser Veranstaltung das Lachen im Hals stecken bleiben müssen. Laut dem Online-TV-Sender RT Deutsch fielen diese Sätze nämlich in unmittelbarem Zusammenhang mit der von ihr geäußerten Erwartung, dass Menschen, die nach Deutschland kommen, sich an die Rechtsordnung und an das Grundgesetz halten.

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Ossi-Terror gegen Wessi-Schlampen?

Mag sein, dass die in der DDR aufgewachsene Merkel sich nach der Wende schwer tat, sich im vereinigten Deutschland zurechtzufinden. Böse Zungen behaupten, dass sie mit Demokratie und Meinungsfreiheit bis heute noch nicht völlig vertraut ist. Zu Ossi-Terror gegen den westlichen Lebensstil kam es ab 1989 allerdings nicht, und halbstarke Ossis sind auch nicht in Rudeln über „Wessi-Schlampen“ hergefallen, um sie zu begrapschen oder gar zu vergewaltigen.

In einem Staat mit einer regierungsunabhängigen Medienlandschaft wäre ein solcher Vergleich – überspitzt könnte man sagen „Ossis“ mit „Nafris“ – ein Skandal, der Merkel den Job kosten könnte.

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