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Im Privatjet nach Schwarzafrika. Die Abschiebung dreier Verbrecher nach Guinea kostete mehr als 40.000 Euro pro Kopf (Symbolfoto).

9. Juli 2016 / 09:00 Uhr

Im Privatjet nach Schwarzafrika – Luxusreise für Verbrecher

Wenn man in Deutschland Straftaten begeht, jedoch das Pech hat, erwischt zu werden, und zu allem weiteren Pech nicht in einem mitteleuropäischen Luxusgefängnis versorgt wird, kann es einem illegalen Kriminellen geschehen, in sein Heimatland abgeschoben zu werden.

Exakt 124.607,49 Euro für drei Verbrecher

Freilich muss man sich fragen, ob, wenn man einen Bericht der Bild-Zeitung liest, das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen noch ganz normal ist. Denn in diesem deutschen Bundesland soll im März eine Abschiebung dreier straffällig gewordener Herrschaften nach Guinea in Westafrika sagenhafte 124.607,49 Euro gekostet haben. Ihnen wurde eine Reise in einem Privatjet spendiert. Als Begleitung duften auch dreizehn Polizisten sowie ein Arzt mitreisen.

Linienflug angeblich nicht möglich

Vom zuständigen Innenministerium wurde argumentiert, dass aufgrund der Gefährlichkeit der schwarzafrikanischen Straftäter keine Linienmaschine (Kostenpunkt ca. 400 Euro pro Person) verwendet werden durfte.

Ein ähnlich gelagerter Fall, wo im Jänner die Abschiebung einer Person nach Bulgarien mit einer Kleinchartermaschine durchgeführt wurde, die ca. 19.000 Euro kostete, ist ebenso bekannt geworden.

Militärische Transportmaschinen als Alternative

Allerdings stellt sich da die berechtigte Frage, wie dann die immer wieder aufs Tapet gebrachten Abschiebungen krimineller Ausländer überhaupt in größerem Umfang funktionieren können.

Selbst wenn für derartige Aktionen in Deutschland ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag veranschlagt wird, muss man davon ausgehen, dass nicht allzuviele Kriminelle aus Deutschland entfernt werden, solange eine Gesetzeslage existiert, wo Abschiebungen derart viel Geld kosten können.

Freilich werden Überlegungen, verurteilte Verbrecher aus Deutschland (oder Österreich) mit (eventuell militärischen) Transportmaschinen auszufliegen, sofort von der gutmenschlichen Politik mit Menschenrechtsverletzungen in Verbindung gebracht.

Dabei haben die drei verfügbaren Bundesheer-Transporter Herkules C-130 nur Vorteile: Sie sind preiswert (weil in Staatsbesitz), sicher (denn sie müssen ja auch unserer Soldten heil an ihr Ziel bringen), maximal gesichert (weil bewaffnet) und aufgrund ihrer effizienten Einrichtung (möglichst viele Soldaten zu tragen) geeignet, eine maximale Zahl an Ausreisern ohne unnötigen Luxus zu befördern. Notfalls sogar mit Fallschirm.

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