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Die Abschaffung der Zwei-Cent-Münze ist ein Anreiz, die Bankomatkarte stärker einzusetzen.

27. Januar 2016 / 08:30 Uhr

NRW-Stadt Kleve schafft Zwei-Cent-Münzen ab

Eine Initiative zu Bargeldabschaffung wird mit 1. Februar 2016 im Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) gestartet. In der Kleinstadt Kleve sollen mit Anfang Februar die Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden. Initiator dieser partiellen Bargeldabschaffung ist das Klever City-Netzwerk. Die Händler sollen ihre Preise entsprechend auf- oder abrunden, um so auf Fünf-Cent-Beträge bei ihren Gesamtpreisen zu kommen. Vorerst soll die Aktion auf freiwilliger Basis erfolgen. 

Kleve will hier vor allem deshalb Vorreiter sein, da es direkt an der deutsch-niederländischen Grenze liegt und mehr als 30 Prozent der Kunden aus den Niederlanden kommen. Man möchte mit der Aktion vor allem den niederländischen Kunden entgegen kommen. Dort wurden die Zwei-Cent-Münzen bereits 2004 ersatzlos abgeschafft.

Kleingeldabschaffung: Zwang zum Bankomatkartenkauf

Was auf den ersten Blick nach Kundenfreundlichkeit klingt, hat aber in der Gesamtdimension einen Haken. Um der Auf- und Abrundung beim Bargeldkauf zu entgehen, haben die Kunden in Kleve – wie bisher bereits in den Niederlanden – lediglich die Chance, mit der Bankomatkarte zu bezahlen.

Daraus ergibt sich im Zusammenhang der Kleingeldabschaffung mit einem Zwang zum Bankomatkauf. Damit werden  die Konsumenten defacto „gläsern“, da jeder Einkauf über die Bankomatkartenfirma und das Bankinstitut nachvollziehbar ist. Kleve oder die Niederlande sind bei ihrer Bargeldabschaffung keineswegs allein, auch in Irland wird dies bereits umgesetzt.

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