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Am Bahnhof Herborn tötete ein betrunkener Randalierer einen Polizisten und verletzte einen anderen lebensgefährlich.

29. Dezember 2015 / 14:13 Uhr

Zu Weihnachten erstochener Polizist von Linken verhöhnt: „Bullenschwein, dumm wie Brot“

Eine besonders unappetitliche Geschichte beherrscht derzeit die deutschen Medien: der Polizistenmord in der hessischen Stadt Herborn am Weihnachtstag. Ein betrunkener Randalierer hatte zwei einschreitende Polizisten mit dem Messer attackiert, einen davon getötet, einen zweiten schwer verletzt. Doch damit nicht genug: In einem linksradikalen Internet-Portal wurden die Beamten deshalb auch noch verhöhnt und Verständnis mit dem Mörder gezeigt.

Polizisten regelrecht abgeschlachtet

Laut „Bild“ online wurden die beiden Polizisten, 46 und 47 Jahre alt, gegen 7 Uhr von der Bahn zum Herborner Bahnhof gerufen, weil Zugpassagier Patrick S. sich weigerte, einen Fahrschein herzuzeigen. Der amtsbekannte 27-Jährige ist nach Drogen- und Gewaltdelikten auf Bewährung in Freiheit. Das scheint ihn wenig zu kümmern. Denn kaum haben die Beamten den Regionalexpress betreten, attackiert S. ohne Vorwarnung den 46-jährigen Christoph R. wie ein Wilder mit dem Messer, trifft ihn insgesamt sieben Mal an Hals, Arm und Kopf.

Dann geht er auf dessen Kollegen los, dem er ebenfalls schwere Verletzungen zufügt. Dem sterbenden R. gelingt es noch, die Pistole zu ziehen und den Angreifer mit zwei Schüssen in den Oberkörper niederzustrecken. Der Vater von vier Kindern rettet damit vermutlich seinem Kollegen das Leben, stirbt aber kurz darauf noch im Zug an einer letalen Halswunde. Sein Kollege muss auf die Intensivstation. Täter S. wird schwer verletzt ins Spital eingeliefert, wo 1,5 Promille Alkohol im Blut festgestellt werden. Ihm droht nun eine Mord-Anklage. Allgemein herrscht Fassungslosigkeit über dieses Ausmaß an Gewaltbereitschaft.

"Bullenschweine, dumm wie Brot!"

Nicht bei manchen Linken: Im Internetportal Indymedia erscheint am Christtag ein Beitrag, in dem großes Verständnis mit dem Messerstecher gezeigt wird. Es sei „typisch Bullenschweine, dumm wie Brot!“, die es sich anmaßen, einen armen Mann auf Bewährung, der nur in Frieden Weihnachten feiern will und „psychisch scheinbar in einer anderen Welt steckt und stressbedingt überladen ist“, wegen eines blöden Fahrscheines zu kontrollieren. Es sei doch „scheissegal“, ob der eine Fahrkarte hat oder nicht.

„Jetzt ist ein Beamter tot und ein zweiter schwebt in Lebensgefahr, trotz schuss- und stichsicheren Westen! Wie blöd muss man eigentlich sein?“ – Es wird noch weiter in dieser Tonart schwadroniert, über die böse Deutsche Bahn, die „faschistische Ideologie der BRD“, die Polizisten falsch aussuche und ausbilde, über die faulen Deutschen, die zu Weihnachten daheim sitzen, statt zu arbeiten und so fort. Letztendlich heißt es „Und dann noch rumflennen, weil man abgestochen wird deswegen? Unglaublich!“

Autor beklagt Löschung seines Beitrages

Das Pamphlet erschien am 25. Dezember um 09.09 Uhr auf Indymedia und war dort lange zu lesen, bis es am Abend gelöscht wurde. Nun regt sich Autor „Zeiti“ in einem neuen Schreiben auf Indymedia fürchterlich darüber auf, dass sein Text hinausgeschmissen wurde. Er will sogar "klagen"! Mittlerweile ist auch dieses Pamphlet gelöscht.

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