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Die ÖBB wollen das Hausrecht verschärfen, weil kriminelle Gruppen Fahrgäste und Personal gefährden.

25. August 2015 / 09:40 Uhr

ÖBB wollen stärker gegen Kriminelle vorgehen

Im öffentlichen Verkehr gibt es ein massives Sicherheitsproblem. So haben etwa die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) derzeit vermehrt mit Verhaltensauffälligkeiten von Personengruppen wie Bettlern, Räubern, Dieben oder Drogendealern zu kämpfen. Das Staatsunternehmen behilft sich jetzt damit, dass man das gute alte Hausrecht heranzieht, um mehr Sicherheit für Fahrgäste und Personal zu schaffen.

Durch die geltende Hausordnung möchte man kriminelle Gruppen aus dem Bahnhofsareal verbannen. Pilotprojekte, etwa am Innsbrucker Hauptbahnhof, hätten bereits Früchte gezeigt, heißt es.

Hausrecht gegen Räuber und Dealer

Die ÖBB überlegen nun neben mündlich ausgesprochenen Verweisen auch schriftliche Hausverbote zu erteilen, um die Sicherheit zu erhöhen. Dabei soll für Diebstahl, Körperverletzung oder Sachbeschädigung ein Hausverbot von mindestens einem Jahr gelten. Für schwerere Kriminaldelikte wie Drogenhandel oder sogar Raub soll ein Hausverbot von drei Jahren ausgesprochen werden können.

Unter den Deliktskatalog soll auch das „aggressive Betteln“ fallen, um hier die Fahrgäste besser vor der Bettler-Mafia zu schützen. Offensichtlich müssen die ÖBB zur Selbsthilfe schreiten, da die Polizeipräsenz am Bahnhof, wie etwa in Innsbruck, seit vielen Jahren auf sich warten lässt.

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