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Reeder und Seegewerkschaften schlagen Alarm: Der Flüchtlingsansturm im Mittelmeer ist nicht mehr zu bewältigen.

10. April 2015 / 18:30 Uhr

Europäische Schifffahrt kapituliert vor Flüchtlingsansturm

Zahlreiche europäische Reeder und Seemannsgewerkschaften schlagen aufgrund des Flüchtlingsansturms im Mittelmeer Alarm. Die Bootsflüchtlinge könnten nicht mehr von den zahlreichen Schiffen aufgenommen werden, da dadurch ernsthafte Risiken für Gesundheit und Sicherheit der Seeleute, welche auf solche Situationen nicht vorbereitet seien, entstünden.

Handelsschiffe mussten 40.000 Flüchtlinge retten

Alleine im vergangenen Jahr mussten Handelsschiffe über 40.000 aus Nordafrika und dem Nahen Osten kommende Bootsflüchtlinge in teils waghalsigen Aktionen retten – oftmals 500 Asylsuchende bei einer einzigen Aktion. Nun drohe die Lage außer Kontrolle zu geraten, warnen die Reeder. Das Thema müsse dringend auf die Tagesordnung des Europäischen Rates der EU-Minister, außerdem müssten die EU-Staaten zusätzliche Mittel für Rettungsaktionen bereitstellten. Zu sehr würden sich EU-Staaten wie Italien oder Griechenland auf die Hilfsbereitschaft der Handelsschiffe verlassen.

Zahl der Flüchtlinge vervierfacht

Die Zahl der Migranten alleine aus der Türkei kommend hat sich seit dem vergangenen Jahr vervierfacht. Europa sieht sich einem ungeahnten Flüchtlingsansturm gegenüber, reagiert aber kaum. Insgesamt seien im Jänner, Februar und März 10.445 Migranten aufgegriffen worden, teilte die griechische Küstenwache mit, die meisten aus Syrien. Griechische Polizeiverbände fordern bereits einen Aufnahmestopp von Flüchtlingen, da sie die Lage nicht länger unter Kontrolle haben. Sogar das Militär muss der Exekutive schon aushelfen.

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