Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich

SPD-Chef Sigmar Gabriel überraschte mit seinen Aussagen zu Pegida.

5. Februar 2015 / 13:30 Uhr

SPD-Chef räumt Pegida und Deutschnationalen ein Existenzrecht ein

Überraschende Aussagen tätigte ein roter Politiker im benachbarten Deutschland bezüglich Andersdenkenden und deren Rechte. Für gewöhnlich wird von linker Seite vehement nur die eigene Ausrichtung akzeptiert. SPD-Chef Sigmar Gabriel bewies allerdings das Gegenteil und räumte großzügiger Weise sowohl der Pegida-Bewegung als auch rechten Meinungen ein Existenzrecht ein.

Sorgen lösen sich nicht auf

„Egal ob es einem gefällt oder nicht: Es gibt ein demokratisches Recht darauf, rechts zu sein oder deutschnational“ – so lauten die Worte von Gabriel gegenüber dem deutschen Stern-Magazin. Seiner Meinung nach würden nicht nur jegliche linken Spektren zu Deutschlands politischer Landschaft gehören, sondern auch die Bewegung rund um Pegida.

In Hinblick auf das Zerwürfnis des Organisationsteam von Pegida stellte er treffend fest: „Wir sollten nicht glauben, bloß weil der Spuk auf den Straßen abnimmt, hätten sich die Probleme von selbst erledigt. Die Menschen denken ja nicht plötzlich anders." In der Bevölkerung ortet der SPD-Chef  „Wut, Angst, Verunsicherung, mitunter auch Ausländerhass.“

Vor wenigen Wochen war Simar Gabriel zu Besuch in Dresden, um mit Pegida-Anhängern zu diskutieren, was den meisten anderen Partei-Anhängern sauer aufgestoßen hat: „Da waren ganz normale Dresdner mit ihren Alltagssorgen. Sollen wir die den rechtsradikalen und rechtspopulistischen Hintermännern von Pegida überlassen?“, fragte Gabriel seine Kritiker. Den Zeitungen warf er vor, teilweise realitätsfremd zu berichten und die Sorgen der Bevölkerung nicht zu erkennen.

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