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31. Oktober 2015 / 12:20 Uhr

Asylkoordinatorin: “Sie fragen mich oft: Wann bekomme ich mein Haus und mein Auto?”

Manchmal schmeckt ihnen das Essen nicht, weshalb es schon vorgekommen ist, dass sie es einfach auf den Boden werfen. In Kärnten streikten sie, weil sie 2.000 Euro Taschengeld forderten. Flüchtlinge haben falsche Vorstellungen vom "gelobten Land" Österreich oder Deutschland. Wie falsch sie sind, zeigt nun ein Artikel in der Dachauer Rundschau. Darin wird die Asylkoordinatorin Isabell Sittner vom Landratsamt Bayern zu ihrer Arbeit interviewt. Auf die Frage der Redakteurin, was den Asylwerbern am meisten fehle, antwortet Isabell Sittner so:

Ich stelle fest, dass die Meisten mit völlig unrealistischen Vorstellungen und Erwartungen hierher kommen. Sie fragen mich oft: "Wann bekomme ich mein Haus und mein Auto?" Diese fälschliche Vorstellungen, die vor allem durch die Schlepper vermittelt wurden, gilt es erst einmal abzuschwächen und ihnen zu erklären, wie das ganze Prozedere vonstatten geht.

Für Begrenzung des Flüchtlingsstroms "dankbar"

Sittner berichtet weiters, dass die Unterkünfte für Flüchtlinge bald nicht mehr ausreichen würden. Sie setze ihre Hoffnung in drei Traglufthallen im Landkreis, diese "sind zurzeit die einzige Möglichkeit, viele Menschen unterzubringen". Ob Hallen wirklich eine Lösung wären, fragt die Redakteurin nach. Denn bei so vielen Menschen unterschiedlicher Herkunft auf dem engsten Raum sei das Konfliktpotenzial groß. Die Streitfälle würden sich ja bereits häufen, so Redakteurin Yulia Gelis von der Dachauer Rundschau. Darauf Sittner: "Ich finde, dass 300 Personen in einer Halle eine Herausforderung darstellen. Aber was wäre die Alternative?"

Eine Alternative wäre, den Flüchtlingsstrom zu begrenzen. Damit kann sich die Asylkoordinatorin sofort anfreunden: "Allein angesichts der Arbeitsbelastung bei uns im Landratsamt wäre ich für eine Begrenzung dankbar."

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