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16. Dezember 2014 / 12:00 Uhr

Vier mutmaßliche Dschihadisten von Justiz wieder freigelassen

Im Zuge der vor zwei Wochen groß angelegten Österreich-Razzia gegen Dschihadisten wurde nun die Hälfte der Tatverdächtigen wieder freigelassen. Über vier der insgesamt acht verhafteten Islamisten wurde nach Haftprüfung keine U-Haft verlängert. Die Rechtfertigung des Grazer Landesstrafgerichts: Aufgrund zwischenzeitlicher Ermittlungen sei der Tatverdacht weggefallen.

Staatsanwaltschaft will Beschwerde einbringen

Die Staatsanwaltschaft kündigte bereits an, zumindest in drei der vier Fälle eine Beschwerde einzubringen. Bis zu einer endgültigen Entscheidung könnten die Islamisten aber längst untergetaucht sein. Trotz des Vorwurfs der „extremistischen Betätigung im Zusammenhang mit Dschihadismus“, sah die Justiz also keinerlei Anlass die potenziellen Terroristen weiter in U-Haft zu lassen. Angesichts des Terroraktes in Sydney, Australien, ein womöglich fahrlässiges Vorgehen. Über die anderen Verdächtigen wie Mirsad O. bleibt die U-Haft weiterhin verhängt. Die Haftprüfung im Falle des achten Verhafteten wird nächste Woche stattfinden.

Zum Vergleich: Die Tierschützer des „Vereins gegen Tierfabriken“ ließ man bei ihrem Prozess teilweise bis zu 105 Tage in U-Haft. Diese stellten aber mit Sicherheit keine Staatsbedrohung in dem Umfang dar, wie es die Islamisten angesichts der Wien-Bosnien-Achse tun. 

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