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29. November 2014 / 09:15 Uhr

SPÖ-Vorsitzender Faymann erhält nur 83,9 Prozent

Eine gehörige Wahlschlappe fuhr Bundeskanzler Werner Faymann bei seiner Wiederwahl zum SPÖ-Parteivorsitzenden ein. Mit lediglich 83,9 Prozent verfehlte der SPÖ-Chef die angepeilten 90 Prozent plus mehr als deutlich. Noch vor wenigen Tagen tönte Faymanns Parteigenosse Sozialminister Rudolf Hundstorfer, dass „sicher ein 9er vor dem Ergebnis stehen werde“. Dies wurde nun durch das Parteitagsvotum der SPÖ-Delegierten konterkariert.

Damit nicht genug, musste der offensichtlich mäßig geschätzte Faymann bei der Wahl in den Bundesparteivorstand eine weitere Niederlage einstecken. Im Führungsgremium der Regierungspartei SPÖ wollten den Kanzler überhaupt nur 83,61 Prozent der SPÖ-Delegierten haben. So schlecht schnitt von den zahlreichen Vorstandskandidaten sonst niemand ab. Unter 90 Prozent Zustimmung blieb außer Faymann nur Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Bundeskanzler Faymann ist politisch angezählt

Dass Faymann nach einem wochenlangen Trommelfeuer auf die Parteitagsdelegierten in Sachen Steuerreform und Vermögenssteuern kein besseres Ergebnis einfahren konnte, zeigt dass der Kanzler in der SPÖ „angezählt“ ist. Die FPÖ als große Herausforderin der Kanzlerpartei kann sich jedenfalls freuen, wie es Generalsekretär Herbert Kickl formuliert:

Ich bedanke mich für die Offenheit der Delegierten in der Einschätzung der Führungsqualitäten ihres Vorsitzenden. Bei Faymann brennt der Hut. Dieses Ergebnis kommt einer Spaltung von Basis und Parteiführung gleich und zeigt, wie weit die Belle-Etage der Sozialdemokratie sich von der Wirklichkeit und dem Empfinden des Parteivolks verabschiedet hat. Allerdings ist dieses Ergebnis nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, was beim heutigen SPÖ-Parteitag von den SPÖ-Granden an geballtem Schwachsinn von sich gegeben wurde. 

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