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23. Juni 2014 / 10:00 Uhr

Russischer Präsident möchte Europa vom Dollar befreien

Der russische Staatspräsident Wladimir Putin hat offensichtlich einen sehr ehrgeizigen Plan: Er möchte Europa währungspolitisch vom Dollar als „Zweitwährung“ befreien. Die laufenden Auseinandersetzungen rund um die Ukraine und die massive Einmischung der USA, aber auch der EU, haben Putin dazu veranlasst, an einem Alternativszenario für Europa und den Rest der Welt zu zimmern.

Offiziell kümmert sich Sergej Glasjew, einflussreicher Berater Putins, um dieses Projekt einer Währungspolitik gegen die Dollar-Hegemonie der USA. Als erster Schritt wurde mit der Gründung der Eurasischen Wirtschaftsunion bereits eine Basis für diesen eigenständigen wirtschaftspolitischen Weg geschaffen.

Ziel für Russland ist eine breite Anti-Dollar-Allianz

Kernziel ist für Russland die mittelfristige Etablierung einer breiten Anti-Dollar-Allianz. Der US-Dollar soll als Handelswährung ausgeschaltet werden, um damit dem selbsternannten „Weltpolizisten“ USA ein wichtiges Druckmittel aus der Hand zu nehmen. Schon jetzt klagen viele europäische Unternehmen, dass die von den USA und der EU beschlossenen Sanktionen für ihre Geschäfte schwere Nachteile bringen.

Experten schätzen, dass neue und vor allem längerfristige Sanktionen gegen Russland im Zuge der Ukraine-Krise bis zu einer Billion Dollar an Schaden für Unternehmen aus dem EU- und EWR-Raum bringen könnten. Russland hat jedenfalls bereits mit massiven Gegenmaßnahmen begonnen und hat etwa große Teile seiner US-Dollaranleihen abgestoßen.

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