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30. Mai 2014 / 09:19 Uhr

Christine Lagarde beklagt mangelnden Forschritt bei Bankenreform

Massive Zweifel an einer tatsächlichen Reform des internationalen Bankensektors hat die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, angemeldet. Lagarde beklagt den mangelnden Fortschritt bei der Bankenreform. Vor allem die mächtige internationale Bankenlobby würde die Bankenreform pausenlos torpedieren, so Lagarde. Vor allem die Staatshaftungen für den Bankensektor machen der IWF-Chefin ernste Sorgen.

So würden Banken mit einer Staatshaftung im Rücken gar nicht ernsthaft daran denken, Reformen im eigenen Haus vorzunehmen. Sie vertrauten vielmehr darauf, dass sie grundsätzlich gar nicht untergehen können.

Großbanken haben durch Staatshaftungen massive Wettbewerbesvorteile

So würden Großbanken mit einer Staatshaftung im Rücken laut IWF massive Wettbewerbsvorteile bei der Zinsgestaltung genießen. Allein in den USA schätzt man den Wettbewerbsvorteil durch Staatsgarantien auf 70 Milliarden Euro, in der Eurozone sogar auf 300 Milliarden Euro. Ein eigens eingerichtetes Financial Stability Board (FSB) soll nun prüfen, ob als global systemrelevant eingestufte Banken zukünftig abgewickelt werden können. Primär sollen dazu künftig die Eigentümer und Gläubiger und nicht mehr die Steuerzahler herangezogen werden.

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