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4. November 2013 / 09:00 Uhr

Gentechnik-Mais von Monsanto vernichtet Honig-Ernte

Ein neuer Umweltskandal kam durch ein Erkenntnis des deutschen Bundesverwaltungsgerichtes ans Licht. Die Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft hatte 2005 bis 2008 gentechnikveränderten Mais aus Saatgut des US-Agrarkonzerns Monsanto auf ihren Versuchsfeldern ausgesetzt, die Pollen dieses Mais hatten den Honig von Imkern in der Umgebung der Felder verunreinigt. Dabei waren die Bienenbestände drei Kilometer von den Anbauflächen entfernt. Der verunreinigte Honig wurde nicht zum Vertrieb an Konsumenten zugelassen. Die Ernte dieser Imker ist somit vernichtet – nicht einmal verschenken können sie den „Gentechnik-Honig“. Das deutsche Bundesverwaltungsgericht stellte sich jetzt dennoch gegen die geschädigten Imker.

Gericht schützt Monsanto und Co.

Die deutschen Imker hatten gehofft, das Bundesverwaltungsgericht werde sie künftig vor dem Anbau dieses Gentechnik-Mais und der daraus für ihre Honig-Produktion entstehenden Gefahren schützen. Das Höchstgericht lehnte jedoch ab, dass Monsanto und Co. für größere „Sicherheitsabstände“ zwischen den Bienenhäusern und den Anbauflächen sorgen müssen.

Wenn jedoch nur zwei Prozent der bayrischen Anbauflächen, verteilt auf das gesamte Landesgebiet, mit gentechnisch veränderten Pflanzen bebaut werden, ergibt sich aus dem Flugradius der Bienen, dass theoretisch alle Bienenvölker in den Einflussbereich der Gentechnik-Pollen geraten. Nun wollen die Imker vor das Bundesverfassungericht ziehen, um vielleicht doch noch Recht im Kampf gegen den Gentechnik-Konzern zu bekommen.

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