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13. Juli 2013 / 05:00 Uhr

Schachtschneider tritt für die Selbstbestimmung der Südtiroler ein

Klare Worte fand der europaweit anerkannte deutsche Rechtsexperte und EU-Kritiker Prof. Karl Albrecht Schachtschneider bei einer Veranstaltung auf Einladung der Südtiroler Freiheitlichen in Bozen. Schachtschneider betonte, dass auf der Grundlage des generellen Selbstbestimmungsrechts der Völker die Südtiroler selbstverständlich einen Rechtsanspruch auf ihre eigene Selbstbestimmung haben. 

Vor diesem Hintergrund hält Schachtschneider die Durchführung einer Volksabstimmung über die Unabhängigkeit der Südtiroler von Italien für legitim. Mit einer solchen Volksabstimmung hätten die Südtiroler das erste Mal seit knapp 95 Jahren das Recht, die seinerzeit durch Italien ausgeübte Annexion zu überwinden.

Sezession ist in der EU ein Grundrecht

Das Recht auf Sezession ist laut Schachtschneider in der Europäischen Union ein Grundrecht. Keineswegs sei es so, dass ein unabhängiges Südtirol, etwa als Freistaat, automatisch aus der EU „herausfallen“ würde. Ein automatischer EU-Austritt stehe nicht auf der Agenda, wenn die Südtiroler in einer Volksabstimmung nicht auch gegen den Verbleib in der Union stimmen würden.

Bei einer erfolgreichen Unabhängigkeitsabstimmung würde sich nur der Status von Südtirol im Verhältnis zur EU ändern. Aber auch ein Austritt sei kein unbedingter Nachteil, wie das Vorbild Schweiz zeige. Auch eine Spaltung der Eurozone in einen Nord- und einen Süd-Euro sieht Schachtschneider bald auf die EU und damit Südtirol zukommen. Im Unterschied zur Gesamtrepublik Italien würde Südtirol auf Grund seiner Wirtschaftsdaten auf alle Fälle zu einer Nord-Eurozone zählen.

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