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4. April 2013 / 08:00 Uhr

Österreich beantragt Auslieferung des Dschihadisten Mahmoud

Der vor Kurzem in der Türkei gefasste Islamist Mohamed Mahmoud fiel zuletzt durch Drohvideos gegenüber Österreich auf. Darin versuchte er, die Österreicher mit Terrordrohungen einzuschüchtern, und vebrannte seinen Reisepass. Dass er trotzdem Staatsbürger bleibt, dürfte dem Mann nicht behagen. Nun drohen ihm die Auslieferung und ein Gefängnisaufenthalt in jenem Land, das er nur noch zum Dschihad betreten wollte

In der fundamentalistischen Tradition des Vaters

Schon 2007 verbüßte der in Österreich geborene Hassprediger vier Jahre Haft wegen Bildung und Förderung von terroristischen Netzwerken. Er und seine damalige Lebensgefährtin riefen zum Boykott von Wahlen auf und gründeten auch eine eigene Jugendorganisation. Schon der Mahmouds Vater war Mitglied der damals noch verbotenen Muslimbrüderschaft in Ägypten – der Sohn versuchte die radikalen Vorstellungen nun zu verwirklichen.

Nach der Freilassung im Jahr 2011 wanderte der bekennende Salafist weiter nach Deutschland, um dort seinen “Heiligen Krieg” fortzusetzen. Er gründete die inzwischen verbotene Organisation “Millatu Ibrahim”. Als ihm auch im Nachbarland die Verhaftung drohte, setzte er sich nach Ägypten ab, von wo aus er seine Drohbotschaften ins Internet stellte.

Auslieferung nach Österreich beantragt

Geschnappt wurde Mahmoud in der Türkei, offenbar auf dem Weg nach Syrien in den Bürgerkrieg. Verraten hat ihn sein gefälschter libyscher Pass, der österreichische war ja vor laufender Kamera in Flammen aufgegangen. Gegen den Salafisten liegt ein internationaler Haftbefehl vor. Die Staatsanwaltschaft Wien hat Antrag auf Auslieferung gestellt. Man werde nun über das Justizministerium mit den türkischen Behörden Kontakt aufnehmen, erwarte aber keine Schwierigkeiten bei der Überstellung nach Österreich, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Thomas Vecsey.

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