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21. März 2013 / 17:00 Uhr

US-Ökonom Zervos sieht in Zwangsabgabe Nuklearschlag

Der US-Ökonom Davos Zervos sieht in der Sparer-Zwangsabgabe, das durch die Europäische Union gegenüber Zypern dekretiert worden ist, einen “Nuklearschlag”. Für den Wirtschaftsexperten hat die Eurogruppe eine Schockwelle gegen alle Sparer ausgelöst, deren Auswirkungen noch gar nicht abzusehen sind. Zervos sieht das Vorgehen der EU eher in der Tradition einer “afrikanischen Diktatur” als in jener Europas. Der am Wochenende gefasste Beschluss bedeutet für Zervos eine dauerhafte Gefährdung des Finanzsystems. Auch wenn die Zyprioten diese Abgabe einstimmig in ihrem Parlament abgewehrt hätten, könnte sie weiterhin die Sparer verunsichern.

Versuchte Zwangsabgabe weiter Gefahr für Bankensystem

Für den US-Ökonomen ist bereits der Versuch einer Zwangsabgabe dazu geeignet, europaweit die Sparer dazu zu bewegen, ihre Guthaben von den Bankkonten und Sparbüchern abzuheben und ins Ausland zu transferieren. Vor allem Sparkunden in potentiell gefährdeten Staaten wie Italien und Spanien würden in Zukunft ihr Geld nicht mehr auf ihre Konten einzahlen oder dort belassen. Insgesamt würde es zu gigantischen Kapitalabflüssen aus dem gesamten Euroraum kommen. Damit könnte das gesamte Spar- und Bankensystem aus den Angeln gehoben werden, was auch der Kreditwirtschaft die nötigen Mittel entzöge, um den Wirtschaftskreislauf am Laufen zu halten.

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