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15. November 2012 / 05:55 Uhr

Tschechischer Schnaps bleibt nach Methanolskandal verdächtig

Nach dem Methanolskandal in Tschechien im September 2012 mit 70 Toten oder Schwervergifteten haben die Gesundheitsbehörden nun offensichtlich ein Auge auf den „Tschechenfusel“. Verdächtiger Methanol- Alkohol soll nicht mehr in den Verkehr gebracht werden. Eine Anfragebeantwortung von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) an den FPÖ-Abgeordneten Heinz-Peter Hackl dokumentiert die bescheidenen Bemühungen der österreichischen Gesundheitspolitik.

Der Export des tschechischen Rums „Tuzemak“ sowie von Wodka nach Österreich wurde ab Mitte September 2012 schrittweise eingeschränkt. Alle aus Tschechien stammenden Erzeugnisse müssen seither für ihre Vermarktung in den EU-Mitgliedstaaten und in Drittländern ihren Ursprung nachweisen und analytisch durch ein akkreditiertes Labor überprüft worden sein. Ausschließlich hochprozentige Produkte, die nach dem 27.9.2012 produziert wurden und einer entsprechenden chemischen Ursprungskontrolle unterliegen, können nun aber wieder in den Verkehr gebracht werden.

Konsumenten sollen anhand von Etikettenfotos kontrollieren

Österreich begnügt sich mit diesen Regelungen. Von einem österreichischen Einfuhrverbot hält der Gesundheitsminister nichts. Er setzt vielmehr auf eine veröffentlichte Fotostrecke des Gesundheitsministeriums der Tschechischen Republik von „möglicherweise betroffenen Etiketten und Flaschen“. Damit wälzt er die Informationsbeschaffung auf den einzelnen Konsumenten ab.

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