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4. Juli 2011 / 15:02 Uhr

Deutschenhass als Motiv für Mordversuch in Berlin

Berlin LichtenbergVier Jugendliche haben im Februar einen Malergesellen im Berliner U-Bahnhof Lichtenberg ins Koma geprügelt. Sie sind 14 bis 18 Jahre alt, stammen aus Kenia, dem Irak, Bosnien und dem Kosovo. Ihr Motiv dürfte Deutschenhass gewesen sein, wie nun die BILD-Zeitung unter Berufung auf die Anklageschrift berichtet.

Berlin Lichtenberg

Berlin Lichtenberg

Tatort Lichtenberg: In dieser Berliner U-Bahnstation entlud sich die Gewalt
gegen ein zufälliges Opfer. Vermutliches Motiv: Hass auf Deutsche.
Foto: Uli H. / flickr (CC BY-SA 2.0)

Erst versuchten die vier mit dem Trick der Täter-Opfer-Umkehr ihre Tat zu rechtfertigen. Der 30jährige Handwerker sei ein Nazi gewesen und habe die vier Zuwandererkinder mit dem Hitler-Gruß provoziert. Nun soll einer der mutmaßlichen Täter zu Protokoll gegeben haben, dass sie sich beim Einstudieren dieser Lüge „totlachen“ mussten. Sie seien auch davon ausgegangen, dass ihr Opfer den Angriff nicht überlebt hätte. Die Freundin eines der Angeklagten gab an, er habe ihr von der Schlägerei erzählt und sei „total stolz darauf“ gewesen.

Der Prozess gegen das Quartett soll in einigen Wochen beginnen. Es drohen bis zu zehn Jahre Haft wegen versuchten Raubmords, die Jugendlichen ließen auch das Handy des Opfers mitgehen. Der fast totgeprügelte Marcel R.  konnte nach fast drei Monaten das Krankenhaus verlassen und trug wie durch ein Wunder keine bleibenden Schäden davon.

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