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Seestadt Aspern

Die Seestadt in Wien-Donaustadt war eines der potentiellen Terrorziele der beiden jugendlichen Extremisten.

6. Dezember 2019 / 13:21 Uhr

Jugendlicher Tschetschene und Kroate als Terrorverdächtige ausgeforscht

Ein Aufgriff in der moslemischen Sympathisantenszene der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) gelang dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) gemeinsam mit dem Wiener LVT. Als dringend tatverdächtig gelten ein 17-jähriger Tschetschene und ein erst 14-jähriger (!) Kroate. Auslöser waren Fotomontagen, die seit dem 1. Dezember auf verschiedenen Social-Media-Plattformen kursierten und die einen eindeutigen Bezug zum IS darstellten. Die Bildfolgen sollen laut Verfassungsschützern Drohungen mit Terroranschlägen, die verschiedene Ziele in Wien treffen, beinhaltet haben.

Unter anderem wurde der Westbahnhof, die Seestadt, die Polizeiinspektion Tannengasse und diverse Schulen als Terrorziele genannt und dargestellt. Die Drohungen wiesen laut BVT starke Ähnlichkeit mit jenen von Juni dieses Jahres auf, die damals ebenfalls die Seestadt in Wien-Donaustadt betroffen hatten.

Tschetschene bedankt sich auf seine Art für Asyl

Bei dem dringend tatverdächtigen 17-jährigen tschetschenischen Staatsbürger handelt es sich um einen Asylberechtigten. Beide mutmaßlichen Täter stammen aus Wien und sind ohne Beschäftigung. Als Tatmotiv gaben sie laut BVT „Spaß“ an. Der Tschetschene führt auch noch an, dass er aus „Rache“ gehandelt habe, die sich gegen Ausländerfeindlichkeit richte. Beide Tatverdächtigen wurden auf Weisung der Staatsanwaltschaft Wien wegen gefährlicher Drohung auf freiem Fuß angezeigt.

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