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Zuerst erfand der Kurier eine Geschichte über einen angeblich von griechischen Soldaten erschossenen „Flüchtling“. Nun verbreitete die APA eine ähnliche Falschmeldung.

4. März 2020 / 22:18 Uhr

Auch APA verbreitet Fake News über angeblich erschossenen Flüchtling

Wie seriös Mainstream-Medien arbeiten, bewies diese Woche wieder einmal der Kurier mit einer erfundenen Geschichte über einen angeblich von griechischen Soldaten erschossenen Flüchtling – unzensuriert berichtete als einziges Medium darüber. Nun übernahm aber auch die Austria Presse Agentur (APA) unbestätigte Gerüchte über Schüsse auf Flüchtlinge an der türkisch-griechischen Grenze, samt totem Flüchtling.

APA: „Grenzschützer erschießen Flüchtling“

Dabei dürfte die APA einfach erfundene Behauptungen der türkischen Behörden, wonach griechische Grenzschützer mit scharfer Munition auf „Flüchtlinge“ schießen würden, übernehmen und als Tatsachen verkaufen. Rasch titelte man heute, Mittwoch: „Bericht: Grenzschützer erschießen Flüchtling“.

Dabei wiesen die griechischen Behörden die haltlosen Vorwürfe der Türkei – wonach mindestens sechs Flüchtlinge schwer verletzt und einer getötet wurden – erneut zurück. Weder werde mit scharfer Munition geschossen, noch sein ein Migrant durch Waffengewalt umgekommen. Wie der Kurier, so änderte auch die APA im Laufe des Tages ihre Meldung nachträglich mehrmals ab.

Medien übernehmen Fake News der APA

Die fehlenden Beweise und Quellen zur Geschichte des angeblich erschossenen „Flüchtlings“ hinderte andere Mainstream-Medien, wie etwa Oe24.at, nicht, die Falschmeldung der APA blind zu übernehmen.

Einzig ein Vor-Ort-Reporter des ORF wollte die Geschichte zumindest nicht bestätigen, als er in einer Live-Schaltung darauf angesprochen wurde.

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