Bürger müssen sich an die Corona-Sperrstunde halten, ÖVP- und SPÖ-Politiker im Tiroler Landtag offenbar nicht. Nach einem feucht-fröhlichen Umtrunk wurde daher nun ein Alkoholverbot in der Landtagskantine durchgesetzt.

Foto: Landtag Tirol
Alkoholverbot nach Sperrstundenaffäre im Tiroler Landtag

Mit einem absoluten Alkoholverbot im Tiroler Landtag reagierte die Tiroler Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann (ÖVP) auf die sogenannte Sperrstundenaffäre am Rande der letzten Landtagssitzung. Landtagsspräsidentin Ledl-Rossmann, VP-Klubobmann Jakob Wolf, ÖVP-Landesrat Johannes Tratter sowie SPÖ-Chef Georg Dornauer saßen um 22.15 Uhr noch beim Weinumtrunk zusammen. Kurz vorher hatte man allerdings mit Mehrheit im Landtag einen FPÖ-Antrag auf Aufhebung der 22 Uhr Covid-19-Sperrstunde für die Bürgerinnen und Bürger im Land niedergestimmt.

Obleuterat beschloss Sitzungsdauer und Alkoholverbot

Ein einberufener Obleuterat, an der alle Landtagsparteien teilgenommen hatten, beschloss nach diesem brisanten Zwischenfall nun eine Begrenzung der Sitzungsdauer auf 22.00 Uhr. Darüber hinaus darf in der Landhauskantine künftig kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden.

Darüber hinaus soll das Angebot an Speisen und Getränken auf das Nötigste reduziert werden. Vor allem in den Sozialen Netzen wurden die ÖVP- und SPÖ-Politiker für ihre „Doppelmoral“ und die „mangelnde Vorbildwirkung“ heftig gescholten.

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