Bundespräsident ging ins „Exil“ nach Mürzsteg und zog sich dort eine Beckenverletzung zu.

Foto: Franz Johann Morgenbesser / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Bundespräsident Alexander Van der Bellen ist außer Gefecht

Auch ein Staatsoberhaupt kann nicht nur politisch, sondern auch physisch „stürzen“. Dies passierte jetzt dem österreichischen Staatsoberhaupt Alexander Van der Bellen in seinem präsidentschaftlichen „Feriendomizil“ im steiermärkischen Mürzsteg. Van der Bellen stürzte am Samstag, dem 7. November und verletzte sich am Becken. Dies führte dazu, dass der Bundespräsident umgehend zur Abklärung ins Wiener Allgemeine Krankenhaus (AKH) geführt werden musste.

Dort wurde eine schmerzhafte Beckenverletzung beim Staatsoberhaupt diagnostiziert. Der Bundespräsident muss die nächsten Tage im Krankenhaus verbleiben. Eine Operation sei nach derzeitiger Diagnose nicht notwendig.

Österreich in Krisenzeiten ohne mobilen Bundespräsidenten

Österreich ist aktuell in Krisenzeiten ohne mobilen Bundespräsidenten. Dass der Präsident sich in der aktuellen Corona-Krise und dem islamistischen Terroranschlag ins „Exil“ nach Mürzsteg zurückgezogen hatte, könnte noch für politische Diskussionen sorgen. Während die Wiener Ausgangssperren und Einschränkungen wegen erhöhter Terrorgefahr über sich ergehen lassen müssen, versteckt sich der Bundespräsident im steirischen Mürzsteg.

Für Freitag, den 13. November 2020 werden neue massive Einschränkungen, wie etwa eine komplette Schulschließung und weitgehende Ausgangssperren erwartet. Dass zu diesem Zeitpunkt der Bundespräsident womöglich nicht voll aktionsfähig ist, könnte zu neuen Irritationen in der ohnehin bereits aufgeheizten politischen Stimmung sorgen.

Alexander Van der Bellen

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