SPÖ-Basis rebelliert gegen Parkpickerl

Das Parkpickerl sorgt in Wien weiterhin für Streit. Jetzt ist sogar innerhalb der SPÖ ein Zwist entbrannt. Außerdem hat das Nein von Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) zur Pickerl-Abstimmung zusätzliche Brisanz in die Debatte gebracht. Die Frage ist, wie lange SPÖ-Landesparteisekretär Christian Deutsch die innerparteilichen Attacken gegen die Parkpickerl-Ausweitung noch abwehren kann.

Bricht die SPÖ Zugeständnisse?

Die Tageszeitung Österreich berichtet, dass SPÖ-Organisationen versuchten, die Tarife in den bereits bestehenden Pickerl-Bezirken zu drücken. Österreich zitiert einen Informanten: „Es kann nicht sein, dass in den neuen Pickerl-Zonen die Preise niedriger sind als bei uns – zumal wir weiter überparkte Grätzel haben, keine Stellplatzgarantie geben können.“ Weiters wird kritisiert, dass die Parteispitze der Wiener SPÖ die neuen Kurzparkzonen im Westen der Stadt 2013 angeblich doch weiter bis zum Wienerwald ausdehnen und die Geltungsdauer von 19 auf 22 Uhr verlängern möchte. Damit würde das im vergangenen Juli getroffene Zugeständnis an die erbosten Anrainer in den Bezirken 14, 16 und 17 gebrochen.

Zwei Bezirke im Westen bleiben von dem Pickerl-Chaos verschont. Im 18. Bezirk (Währing) hat Bezirkschef Karl Homole (ÖVP) die Bürger befragen lassen und ein eindeutiges Votum gegen die Pickerl-Einführung erhalten. Im 19. Bezirk (Döbling) hat der dortige Bezirksvorsteher Adolf Tiller (ÖVP) das Parkpickerl von vornherein abgelehnt.

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