Sommergespräch: Lebenslauf und Inserate bringen Faymann ins Schwitzen

Das ORF-Sommergespräch mit dem amtierenden Bundeskanzler und SPÖ-Parteiobmann geriet schon am Anfang zu einer „Medienposse“. Die SPÖ reklamierte für Faymann die einzige Live-Übertragung der Serie – aus „Termingründen“, wie Armin Wolf vom Staatsrundfunk zu berichten wusste. Dafür wurden interessante Details aus des Kanzlers Vita bekannt, etwa dass Faymann als Taxifahrer gearbeitet hat oder dass er über die Inskription der Rechtswissenschaften nicht hinausgekommen ist. Den Lebensinhalt der sieben Jahre zwischen seinem 18. und 25. Lebensjahr will Faymann bis heute nicht im Detail bekannt geben.

Faymann gerät bei Inseraten in Argumentationsnot

Insgesamt war der Kanzler über die die Fragen des ORF-Moderators nicht erfreut. Bei seinen Beziehungen zu Kronen Zeitung, Österreich und Heute kam Faymann ebenfalls in Argumentationsnot. Den Einfluss von ORF und Boulevardpresse auf die Politik ist für den „Medienkanzler“ Faymann kein Problem, wenn es ihm nützt. Zu den Inseraten, die Faymann als Verkehrsminister auf Rechnung von ÖBB und der ASFINAG beauftragt haben soll, konnte der Bundeskanzler keine befriedigende Erklärung geben. Die Weigerung der SPÖ im Parlament, ihn in den Korruptions-Untersuchungsausschuss zu laden, berührt den Kanzler nicht.

Wehrpflicht ist nicht Faymanns Kernkompetenz

Auch den radikalen Meinungsschwenk der SPÖ weg von der allgemeinen Wehrpflicht und dem Zivildienst, hin zum Berufsheer, konnte Faymann nicht nachvollziehbar erklären. Personelle Konsequenzen kommen für ihn im Falle einer für die SPÖ negativen Volksbefragung im Jänner 2013 nicht in Betracht. Verteidigungsminister Darabos müsse dann, den Willen des Volkes vollziehen. Mit wie viel Begeisterung er das tun würde, lässt sich daran erahnen, dass der einstige Wehrpflicht-Fan heute gegen die Verfassungslage Pilotprojekte für ein Heer ohne Grundwehrdiener sponsert.

Faymann sieht keinen Grund für Euro-Abstimmung

Eine Abstimmung zur Euro-Rettung in Österreich lehnt Faymann weiter kategorisch ab. Er will nicht einmal eine Veränderung der europäischen Verträge durch ESM erkennen, dafür ausschließlich Vorteile für Österreich durch den Rettungsschirm und die sonstigen Maßnahmen.

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