Zigeuner-Aussiedlung aus deutscher Stadt Duisburg gefordert

Neben Berlin-Neukölln und Mannheim ist Duisburg jene deutsche Stadt, die in den vergangenen Jahren am beliebtesten bei Zuwanderern aus der Volksgruppe der Roma ist. Die Zigeuner-Familien, zumeist aus Bulgarien, Rumänien oder Serbien stammend, wandern jedes Monat zu Hunderten in diese Städte ein und lassen sich dort nieder. Besonders betroffen ist derzeit die westdeutsche Stadt Duisburg. Bereits derzeit leben rund 5000 Roma in Duisburg. Monatlich ziehen etwa 300 zu. Die Kriminalität und die Verwahrlosung weiter Stadtteile nehmen zu. Jetzt melden sich aus allen politischen Lagern Stimmen, die eine Aussiedlung der Roma fordern.

Brennpunkt "Roma-Hochhaus"

Zentrum ist das sogenannte „Roma-Hochhaus“ in Duisburg-Bergheim. Rund um dieses Gebäude und im umliegenden Stadtteil entfalten die Zigeuner ihre Aktivitäten. Lange wurden die Zuwanderer als „Armutsflüchtlinge“ vor allem von der rot-grünen Landespolitik protegiert. Jetzt ist neben dem Bezirks Duisburg-Hochfeld bereits der zweite Stadtteil betroffen. Duisburg scheint am Rande seiner Belastbarkeit. Lokalpolitiker quer durch alle Lager fordern eine Änderung der Situation. Während allerdings die CDU als Duisburger Rathausopposition von der Stadt und dem Land Nordrhein-Westfalen eine Abhilfe verlangt, verweist die SPD auf die Bundeskompetenz. Nach den Vorstellungen des SPÖ-Innenministers Ralf Jäger soll Berlin innerhalb der EU das Roma-Problem lösen. In der Zwischenzeit leiden die Duisburger weiter unter der Kriminalität. Der Sprecher des Landeskriminalamtes Frank Scheulen äußerte sich in einem Interview mit der Tageszeitung WAZ eindeutig:

Die Städte an der Rhein-Ruhr-Schiene zwischen Duisburg und Dortmund haben zunehmend mit dieser Kriminalität zu kämpfen. Die Fallzahlen steigen seit Monaten. Zunächst waren es Trickbetrügereien, inzwischen geht es vor allem um Diebstähle an Geldautomaten, verübt zum Teil mit brachialer Gewalt.

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