Verteidigungsminister Darabos beschimpft eigenes Bundesheer

Eine Premiere musste die österreichische Verteidigungspolitik dieser Tage erleben. Der amtierende SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos, selbst ehemaliger Zivildiener, beschimpfte das Bundesheer. Das hat es in der fast sechs Jahrzehnte dauernden wechselvollen Geschichte des österreichischen Bundesheeres noch nie gegeben. Keiner der bisherigen Verteidigungsminister hatte sich gegen die eigene Truppe gerichtet. Dies ruft wiederum heftige Kritik aus dem Bundesheer selbst hervor. Der Streitkräfte-Chef Günther Höfler rügt den eigenen Minister.

Norbert Darabos beschimpft die eigene Truppe

Bei der dieswöchigen SPÖ-Klubklausur zeigte der erfolglose rote Verteidigungsminister Norbert Darabos „verbale Muskeln“, er beschimpfte die eigene Truppe. Konkret titulierte er die Wehrpflicht, die in Österreich im Verfassungsrang steht, als „mega-sinnlos“. Offensichtlich ist der seit 2008 amtierende Verteidigungsminister mit seiner eigenen Arbeit nicht zufrieden, dass er aber die eigenen Soldaten – sowohl die Präsenzdiener als auch das Kaderpersonal – in der Öffentlichkeit herabgesetzt.

Scharfe Kritik durch Streitkräfte-Chef Höfler

Scharfe Kritik an der „mega-sinnlosen“ Äußerung des SPÖ-Verteidigungsministers kam aus der eigenen Truppe. Der Chef des österreichischen Streitkräftekommandos Günther Höfler antwortete so:

Keinesfalls darf diese Diskussion dazu verwendet werden, politisches Kleingeld zu wechseln. Das Heer braucht eine mutige und verantwortungsvolle Reform. Ich stelle nochmals fest, dass die Streitkräfte in den vergangenen Jahren alle Einsätze, sei es im eigenen Land oder im Rahmen des internationalen Krisenmanagements erfolgreich und auch international anerkannt durchgeführt haben.

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