Darabos berechnet Berufsheer mit veralteten Zahlen

Hart ins Gericht mit dem Koalitionspartner Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) geht ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits. Mit einer 25 Punkte umfassenden Anfrage an Darabos nimmt er dessen Zahlenwerk rund um die Einführung eines Berufsheers aufs Korn. Dabei zeigt der schwarze Wehrsprecher einmal mehr auf, auf welch schwachen Beinen die Argumentationskette des SPÖ-Verteidigungsministers für sein Prestigeprojekt „Abschaffung der Wehrpflicht“ steht.

Klikovits sieht keine sachliche Info durch Darabos im Vorfeld der Volksbefragung am 20. Jänner 2013. Für den ÖVP-Wehrsprecher sind viele Fragen offen. Dabei reichen die Kritikpunkte am Darabos-Plan vom Zeitplan über die beabsichtigte Mannstärke bis hin zu einsatzfähigen Einheiten für den Katastrophenschutz. In keinem dieser Eckpunkte erkennt der Koalitionspartner ÖVP die notwendigen Grundlagen.

Darabos argumentiert mit altem Zahlenmaterial

Ein Kritikpunkt im Einleitungstext der ÖVP-Anfrage an Darabos ist das veraltete Zahlenmaterial, mit dem der Verteidigungsminister operiere. So sollen viele Annahmen zum Rekrutierungspotential für das Berufsheer und die Freiwilligenmiliz auf Studien aus den Jahren 2001 und 2003 basieren. Für den Abbau von „Überstandspersonal“, d.h. derzeitige Angehörige des Bundesheeres, wird eine Frist von zehn Jahren angenommen. Alles in allem höchst provisorische Grundlagen für die Umstellung des Bundesheeres. Die 25 Fragen an den roten Minister sollen nun Klarheit in das kuriose Zahlenwerk bringen.

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