Vereinigung Demokratischer Soldaten tritt gegen Berufsheer auf

Hart ins Gericht geht die Vereinigung Demokratischer Soldaten (VDSÖ) mit dem von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) propagierten Modell eines Berufsheeres. Die Vereinigung wurde vor rund 25 Jahren von eher linksorientierten Bundesheerangehörigen und Präsenzdienern gegründet. Die VDSÖ, nicht im Verdacht den Wehrpflichtbefürwortern ÖVP oder der FPÖ nahezustehen, listet auf ihrer Homepage eine ganze Reihe von Argumenten gegen das Berufsheer auf. Neben den ungelösten Fragen der Finanzierung steht beim VDSÖ vor allem die „Demokratieverträglichkeit“ im Zentrum der Argumentationskette. Und hier gibt es für vergleichbare ausländische Berufsheere vernichtende Kritiken.

Berufsheer birgt Gefahren und Enttäuschungen

Für die Vereinigung ist klar: Das Berufsheer birgt Gefahren und Enttäuschungen. Ein Berufsheer sei ungerecht, da „eine negative Auslese stattfinde“. Darüber hinaus würde ein Berufsheer, das attraktive Karrieremöglichkeiten anbieten wolle, bald an seine Finanzierungsgrenzen stoßen. Durch den Wegfall des mit der Wehrpflicht gekoppelten Zivildienstes würden zusätzliche Kosten im Sozial- und Gesundheitswesen anfallen.

Ausländische Modelle des Berufsheers werden abgelehnt

Neben diesen „innerösterreichischen“ Argumenten greift die VDSÖ auch auf Erfahrungen in anderen Ländern zurück. So würde in Spanien wegen mangelndem Interesse von Bewerbern das Berufsheer auf ein Minimum zurückgefahren. In Ecuador habe das Berufsheer einen Putschversuch versucht und auch im Österreich der Ersten Republik habe man mit dem Berufsheer im Jahre 1934 negativste Erfahrungen gemacht.

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