Mediawatch bestätigt FPÖ-Benachteiligung durch ORF

Wie parteilich der öffentlich-rechtliche Österreichische Rundfunk (ORF) unter dem SPÖ-nahen Generaldirektor Alexander Wrabetz agiert, hat die Mediawatch-Analyse der Berichterstattung in den Sendungen Zeit im Bild 1, ZiB 2 und ZiB 24 für den Untersuchungszeitraum September 2012 ergeben. Diese wurde von der Tageszeitung Der Standard veröffentlicht. Unterm Strich kommt heraus, dass die FPÖ weit unterrepräsentiert ist, während die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP bzw. die Oppositionspartei Die Grünen in der Berichterstattung hofiert werden. Mit einer Ausgewogenheit im Verhältnis zu den Stärkeverhältnissen der politischen Lager hat dies jedenfalls nichts zu tun.

ZiB-Gesamtsendezeit für Rot-Schwarz-Grün

Wählt man das Auswertungsmodell der Gesamtsendezeit, dann ist die Tendenz auf den ersten Blick ersichtlich. Rot-Schwarz-Grün werden vom Staatsrundfunk hofiert. Bei dieser Querschnittsanalyse kommt die SPÖ auf 38,6 Prozent, die ÖVP auf 36,6 Prozent und die Grünen auf 18,7 Prozent. FPÖ und BZÖ werden mit 4,1 Prozent bzw. 2,1 Prozent nur in geringstem Ausmaß berücksichtigt.

Die Hauptnachrichtensendung ZiB 1 hofiert einmal mehr die Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP mit 32,3 Prozent bzw. 36,4 Prozent an Primärredezeit. Dann folgen mit einigem Abstand die Grünen mit 13,0 Prozent. Die FPÖ ist lediglich mit 10,3 Prozent vertreten. Und das, obwohl es etwa um Themen wie Korruptions-U-Ausschuss und Bundesheerdebatte ging, zu denen sich die Freiheitlichen wiederholt klar geäußert hatten.

ZiB 2 und ZiB 24 ignorieren FPÖ vollkommen

Noch eindeutiger ist die Verteilung zu Lasten der FPÖ in der Berichterstattung der ZiB 2. Dort kamen FPÖ-Politiker mit nur 2,9 Prozent der Gesamtredezeit vor. Die Grünen erreichten 18,3 Prozent, die ÖVP 29,2 Prozent und die SPÖ sogar 49,3 Prozent an der Gesamtredezeit. Ähnlich freundlich zu Gunsten der Grünen die ZiB 24. Dort wird die FPÖ auf 3,4 Prozent der Redezeit reduziert. Die Regierungsparteien ÖVP und SPÖ kommen auf 56,8 Prozent und 13,6 Prozent. Die Grünen erhielten demgegenüber 23,9 Prozent.

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