Umstrittener ASKÖ Salzburg auch mit Bundesmitteln kräftig gefördert

Im Sommer war rund um die SPÖ-Vorfeldorganisation ASKÖ im Landesverband Salzburg ein Förderskandal aufgebrochen. Es ging um die widmungswidrige Verwendung öffentlicher Gelder für Einrichtungen des Salzburger Sportverband. Auf Landesebene sind mehrere hunderttausend Euro an Förderungen umstritten. Nun beschäftigt sich auch der Bundesrat in Wien mit der Causa. Die beiden Salzburger ÖVP-Bundesräte Josef Saller und Franz Wenger stellten eine Anfrage. Adressaten sind der zuständige Sportminister Norbert Darabos und sein Regierungskollege Alois Stöger, seines Zeichen Gesundheitsminister.

600.000 Euro von Stadt und Land an ASKÖ Salzburg

Nicht weniger als 600.000 Euro an Fördermitteln von Stadt und Land Salzburg soll es in den letzten Jahren für den ASKÖ-Landesverband gegeben haben. Diese Mittel sollen in den Jahren 2006 bis 2011 unter anderem in die  Großbauprojekte Sportbauernhof Waldzell, Sportanlage Bolaring und Sportanlage Maxglan geflossen sein.  Beim Sportbauenrhof Waldzell soll der mittlerweile zurückgetretene Salzburger ASKÖ-Präsident Franz Karner kräftig kassiert haben. Er verkaufte dafür den Grund und seine Wohnung in dem Areal. habenAuf Stadtebene ist nach einem Kontrollamtsprüfungsbericht und dabei festgestellten fehlenden Unterlagen die Unterstützung gestoppt worden. Auf Landesebene beschäftigt sich der Salzburger Landesrechnungshof mit den geförderten ASKÖ-Projekten. Im Zuge dieser Überprüfungen sollen bereits „Überförderungen“ von 350.000 Euro festgestellt worden sein.

Gesundheitsminister Stöger soll Auskunft über Förderungen geben

Nun nehmen zwei ÖVP-Bundesräte aus Salzburg auch Förderungen auf Bundesebene aus dem Gesundheitsministerium an den ASKÖ Salzburg ins Visier, darunter die Projekte bzw. Vereine Club Aktiv Gesund, Sportparks & More und  Amateursportvereinigung-ASKÖ-Salzburg. Daneben werden auch Aktivitäten des ASKÖ Salzburg für eine Workshop-Reihe unter dem Titel "Sicher fit mit 50plus" hinterfragt.

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