Fall Kampusch: FPÖ will Kontenüberprüfung bei Priklopil-Mutter

Immer noch wird im Entführungsfall Natascha Kampusch ermittelt. Die zahlreichen Kritikpunkte des Kampusch-Ausschusses im Parlament münden in eine neue Evaluierung. Die FPÖ-Abgeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein möchte sicher gehen, dass dem neuen Gremium alle relevanten Unterlagen vorgelegt werden. In einer Anfrage an Finanzministerin Fekter (ÖVP) will sie daher wissen, ob alle Finanztransaktionen Priklopils überprüft werden. Der Kampusch-Entführer hat offensichtlich sehr viele Geldgeschäfte über Konten seiner Mutter Waltraud abgewickelt. Die Finanzamtsakten von Waltraud Priklopil lagen jedoch dem Kampusch-Ausschuss im Parlament nicht vor.

Liefen Priklopils Geschäfte über Konten seiner Mutter?

Viele Indizien weisen in die Richtung, dass der Kampusch-Entführer Wolfgang Priklopil in dubiose Geschäfte verwickelt war. Die mutmaßlichen Vorwürfe reichen von Schwarzarbeit bis hin zur Teilnahme an einem Kinderpornoring. Dabei stehen vor allem Zahlungsflüsse von und zu Wolfgang Priklopil im Fokus neuer Nachforschungen. Neben seinen Finanzamtsakten sind auch die über seine Mutter von Interesse, da Priklopil zahlreiche Geldgeschäfte über Konten seiner Mutter abgewickelt hat.

FPÖ fordert Aufklärung von Fekter

Die FPÖ fordert nun Aufklärung durch die Finanzministerin. Fekter soll bekannt geben, ob der Finanzamtsakt der Mutter von Priklopil nun an die neue Evaluierungskommission weitergeleitet wurde. Davon erwartet man sich jedenfalls neue Erkenntnisse. Durch mangelnde Zusammenarbeit und nachlässige Auswertung von Daten wurde die bisherige Aufklärung des Falles Natascha Kampusch seit Jahren hintertrieben.

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