Linkssozialisten basteln an Bündnis mit KPÖ

Die linksradikale Sozialistische Linkspartei (SLP) bastelt knapp ein Jahr vor den Nationalratswahlen 2013 an einem Linksbündnis mit der Kommunistischen Partei Österreich (KPÖ). Sie reagiert damit auf einen Beschluss des KPÖ-Bundesvorstandes, der die Initialzündung für ein Wahlbündnis links von Grünen und SPÖ gegeben hat. Man möchte eine linke Alternative zur aktuellen Parteienlandschaft schaffen. Gemeinsam hofft man auf den Einzug in den Nationalrat. Doch man traut der KPÖ offensichtlich nicht über den Weg. Deshalb hat die SLP einen offenen Brief an die Genossen in der kommunistischen Bruderpartei gerichtet.

Sozialistische Linkspartei stellt Forderungen an KPÖ

Für die Konstituierung dieses extremen Linksbündnisses stellen die Linkssozialisten eine ganze Reihe von Forderungen an die Genossen von der KPÖ. So verlangt die SLP „eine gemeinsame Konferenz aller linken Kräfte“, die „Beteiligung und Unterstützung von existierenden Kämpfen und Bewegungen“ sowie den Aufbau einer Aktivistenbasis. Die Ziele sind bei der SLP hoch gesteckt:

In offenen Verhandlungen und Diskussionen müssen wir versuchen eine gemeinsame, gleichberechtigte neue Liste aufzustellen.Wenn es uns gelingt, auf einer solchen Konferenz eine echte Breite herzustellen, dann ändert das auch die Ausgangssituation für die Wahl 2013.

Extreme Linke 2008 unter der politischen Wahrnehmungsgrenze

Bei den Nationalratswahlen 2008 nahm die SLP bereits am Wahlbündnis „Die Linke“ teil. Die KPÖ kandidierte damals eigenständig. Während die Traditionspartei gerade einmal 0,8 Prozent auf sich vereinigen konnte, damit 0,2 Prozent gegenüber 2006 verlor, blieb „Die Linke“ mit knapp 2.000 Stimmen bundesweit unter der statistischen Wahrnehmung.

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