Grüne Aktivistin wird Vassilakous “Fußgängerbeauftragte”

Zu den 4,34 Milliarden Schulden, die Wien bis Ende 2012 hat, kommen 2013 nochmals 368,85 Millionen Euro dazu. Dies gab jetzt Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) bekannt. Sparen wollen Rot und Grün trotzdem nicht. Bestes Beispiel: Zu den unzähligen anderen – auch unnötigen – Beauftragten kommt nun eine weitere dazu – eine, die Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) ausgesucht hat. Und zwar eine „Fußgängerbeauftragte“.

Dreimal dürfen Sie raten, welcher Partei die Dame nahesteht? Richtig! Den Grünen. Petra Jens wird in den Medien als grüne Aktivistin vorgestellt. Für sie hat Vassilakou nun einen Job im Rathaus geschaffen, den es bis dato nicht gegeben hat. Damit agiert die Grün-Politikerin diametral gegen den überall hinausposaunten Sparwillen und baut bei der Verwaltung nicht ab, sondern stockt gewaltig auf. Denn die Fußgängerbeauftragte war der bislang letzte Streich von Vassilakous Postenbesetzungen. Schon zuvor hat sie mit Martin Blum einen Radfahrbeauftragten und mit Leopold Bubak einen Parkpickerlbeauftragten installiert. Die Bürger fragen sich schön langsam, wie viele Beauftragte kann sich die Stadt Wien noch leisten.

Van der Bellens "Ehrenamt" mit 210.000 Euro Budget

Offenbar mehr als man denkt. Da wäre einmal das grüne Urgestein Alexander Van der Bellen, für den die Grünen nach der Regierungskoalition in Wien unbedingt einen Job suchten. Der war schnell gefunden. Van der Bellen wurde „Universitätsbeauftragter der Stadt Wien“, ein Ehrenamt, aber ausgestattet mit einem Budget von 210.000 Euro im Jahr. Angelika Rosenberger-Spitzy muss die Bevölkerung nicht unbedingt kennen, sie bekleidet in Wien das Amt der „Seniorenbeauftragten“. „Gleichstellungsbeauftragte“ nennt sich Ursula Fliegelly, „Schulschwänzbeauftragter“ ist der Hauptschullehrer Horst Tschaikner und als „Frauenbeauftragte“ darf sich Marion Gebhart bezeichnen. Sie dürfte eine begeisterte Genderin sein, denn auf der Homepage steht bei ihrem Doktor-Titel „Dr.in“.

Ex-Kammerpräsident Nettig ist "Beauftragter für Außenwirtschaft"

Die rot-grüne Stadtregierung ist zwar nicht die Erfinderin der Beauftragten-Jobs, doch das Modell scheint ihr besonders gut zu gefallen. Vor dieser Konstellation hatte es die rot-schwarze Koalition in Wien vorgemacht, wie es geht: Als man nicht wusste, wie man den früheren Wirtschaftskammer-Präsidenten und ÖVP-Gemeinderat Walter Nettig versorgen soll, schufen Michael Häupl und sein damaliger Vizebürgermeister Bernhard Görg den Posten „Beauftragter für Außenwirtschaft der Stadt Wien“. Seither darf Nettig in einem luxuriöses Büro im Harry-Seidler-Tower bei der Reichsbrücke logieren und nach außen die Wiener Wirtschaft vertreten.

Von einem „Bettelbeauftragten“ hat Vassilakou die Wiener Bevölkerung bislang noch verschont. Stefan Olah, der das gerne sein möchte, hat im Rahmen der „Grünen Wienwoche“ mit einer Kunstaktion auf diesen fehlenden Job im Rathaus spektakulär aufmerksam gemacht. Die grüne Sozialsprecherin Brigitte Hebein nahm das ernst und sagte gegenüber der Presse: „Es wäre politisch überlegenswert, Betroffene und Sozialarbeiter in der Thematik mit einzubeziehen.“ Verrückte Ideen sind bei Maria Vassilakou und ihrem Team also gefragt. Wer glaubt zu wissen, welcher Beauftragter in Wien noch fehlt, kann Maria Vassilakou gerne einen Vorschlag schicken. Vielleicht hat sie ja auch für Sie einen Beauftragten-Job im Rathaus.

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