Außenministerium macht SPÖ zu rechten Sozialdemokraten – Unzensuriert
Außenministerium macht SPÖ zu rechten Sozialdemokraten

Von der Öffentlichkeit unbemerkt, scheint sich im politischen Spektrum Österreichs eine bedeutende Neupositionierung ergeben zu haben. Nein, es handelt sich nicht um jene ehemaligen BZÖ-Hinterbänkler, die flugs zu "Team Stronach"-Abgeordneten mutiert sind. Diesmal geht es um die Sozialdemokratische Partei Österreichs.

Fußend auf marxistischen Grundsätzen und der langen Tradition der Arbeiterbewegung gerierte sich diese Partei bisher geradezu als klassische Linkspartei. Gepflegt wird dieses Rollenverständnis aktuell von ihrem Parteivorsitzenden Werner Faymann, der für sich den altbewährten Klassenkampf neu entdeckt hat. Gänzlich anders sieht man die politische Orientierung der SPÖ anscheinend im österreichischen Außenministerium, denn man lese und staune: Für das Ministerium handelt es sich bei der SPÖ um eine rechts ausgerichtete Partei. Dies geht aus einer offiziellen Unterlage des Ministeriums hervor, die österreichischen Abgeordneten das Parteienspektrum Kanadas näher bringen soll. Darin wird die kanadische Liberal Party so charakterisiert:

Entspricht in etwa einer rechtsausgerichteten Sozialdemokratischen Partei, z.B. SPÖ.

Frank Stronach – ein rechter Sozialdemokrat?

Kurioser Weise schließt sich hier der Kreis zu Frank Stronach. Dieser hatte nämlich im Jahr 1988 in Kanada erfolglos für besagte Liberal Party kandidiert. Falls sich der nunmehrige Parteigründer Stronach in den vergangenen Jahren weltanschaulich nicht wesentlich von der "Liberal Party" emanzipiert hat, müsste er nach Einschätzung des Außenministeriums also ein rechts ausgerichteter Sozialdemokat im Geiste der SPÖ sein.

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