Euro-Gemeinschaft rettet russische Oligarchen auf Zypern

Im Sommer 2012 stellte die griechisch-zypriotische Regierung einen Antrag an die Eurozone auf ein Zehn- Milliarden-Rettungspaket für seine maroden Banken. Mit diesen Eurohilfsgeldern sollten die zypriotischen Banken gerettet werden, um im Zuge der Griechenlandkrise nicht auch in den ökonomischen Abgrund gezogen zu werden. Berichte des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) alarmieren jetzt aber einzelne Eurostaaten, allen voran Deutschland. Der BND geht nämlich in seinen Analysen davon aus, dass die Eurorettungsgelder an Zypern vor allem russische Oligarchen vor dem Verlust ihres dort angelegten Schwarzgelds retten sollen.

Die Eurozone soll in den nächsten Monaten ein Hilfspaket von nicht weniger als zehn Milliarden für Nikosia locker machen. Als Grund für die den Banken drohende Pleite wird eine massive Zeichnung griechischer Staatsanleihen in den letzten Jahren angeführt. Betroffen wären die Anleger, diese setzen sich aber vor allem aus russischen Investoren zusammen. Mehr als 26 Milliarden Euro haben russische Oligarchen seit Einführung des Euro im Jahre 2007 nach Zypern transferiert. Stützpunkt der Russen ist Limassol, das von Insidern bereits „Limassolgrad“ genannt wird. Die Mittel stammen zum Großteil aus Schwarzgeldbeständen.

Oligarchen operieren mit zypriotischer Staatsbürgerschaft in der ganzen EU

Der BND warnt deshalb die Eurostaaten vor einer solchen Hilfe. In Deutschland gibt man sich bisher allerdings kaum Illusionen hin, dass die Eurostaaten die Hilfe noch stoppen werden. Wieder einmal will man mit Zypern kein  Beispiel schaffen, bei dem man die Hilfe verweigert. Offiziell warnt man vor Folgen in anderen Staaten wie Griechenland oder Portugal. Zypern ist aber nicht nur beim Schwarzgeld ein Einfallstor für Wirtschaftskriminelle aus Russland und anderen GUS-Staaten. Auch für die generelle Infiltration der Europäischen Union durch kriminelle Netzwerke aus dem Osten ist Zypern ein idealer Standort. So haben sich rund 80 Oligarchen  eine zypriotische Staatsbürgerschaft beschafft. Mit dieser haben sie nun auf der Grundlage der Grundfreiheiten  Zugang zur gesamten EU. Nicht nur der BND, sondern auch andere westliche Institutionen befürchten hier eine Basis für Folgedelikte in Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten.

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