33.000 EU-Beamte erhalten kräftige Gehaltserhöhung

Obwohl die Europäische Union und deren Mitgliedsstaaten in der größten Finanzkrise ihrer Geschichte stecken, wirkt sich das auf die Gehälter der EU-Beamten offensichtlich nicht aus. Ganz im Gegenteil: Mehr als 33.000 EU-Beamte sollen eine satte Gehaltserhöhung von 8,8 Prozent erhalten. Einerseits fällt eine bis zum 31.12.2012 befristete Sondersteuer auf Gehälter der Beamten weg, dazu kommen Gehaltserhöhungen ab Juli 2011 und für 2012. Damit ergibt sich ein sattes Plus für die „Eurokraten“.

Sondersteuer für Eurokraten fällt ersatzlos weg

Die bis Ende des Jahres 2012 befristete „Sondersteuer“ auf EU-Beamtengehälter ergibt allein ein Plus von 5,5 Prozent ab dem 1.1.2013. Dazu kommen rückwirkende Gehaltserhöhungen für 2011 (1,7 Prozent) und 2012 (1,6 Prozent). Unterm Strich fällt die Erhöhung dann sogar höher aus. Obwohl es Kräfte in der EU gegeben hat, die Sondersteuer weiter zu führen, scheiterte dieses Projekt an der Uneinigkeit zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und den Mitgliedsstaaten. Die rückwirkende Gehaltserhöhung für die Beamten ab 2011 hatte der EU-Gerichtshof auf Betreiben einiger Beamter durchgesetzt.

EU-Beamte bekommen fürstliche Gehälter

Die EU-Beamten sind in zwei Kategorien aufgeteilt: Verwaltungsräte und Assistenten. Dazu parallel gibt es ein lineares Laufbahnsystem, das insgesamt 16 Besoldungsgruppen umfasst. Die Assistenten sind den Besoldungsgruppen 1 bis 11 zugeordnet, dazu überlappend sind die Verwaltungsräte in den Besoldungsgruppen 5 bis 16 verankert. Führungspositionen sind den Gruppen 14/15 bzw. 15/16 zugeordnet. Eine Assistentin bekommt als Anfangsgehalt bereits 2.654,17 Euro (Besoldungsgruppe 1) monatlich, die Führungsposition 16.919,04 Euro (Besoldungsgruppe 16).

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