Tschechien will Atomstromanteil auf 55 Prozent ausbauen

Gegen die gesamteuropäische Strategie, sich aus dem Atomstrom schrittweise zurückzuziehen, forciert Tschechien den Ausbau der Atomenergiegewinnung weiter. Bis zum Jahr 2040 setzt sich die Regierung in Prag unter Ministerpräsident Petr Necas das Ziel, den Atomstromanteil von aktuell 30 Prozent auf bis zu 55 Prozent zu erhöhen. Damit soll es zu einer Verdoppelung der Atomstromerzeugung in Tschechien kommen. Im Gegenzug soll die Stromerzeugung aus Kohle radikal zurückgefahren werden.

Temelin und Dukovany werden ausgebaut

Die Steigerung der Atomstromerzeugung soll durch den Ausbau der Atomkraftwerke Temelin und Dukovany erfolgen. Im AKW Temelin sollen zwei neue Reaktoren errichtet werden, in Dukovany sollen vier Reaktoren nachgerüstet und ein fünfter neu gebaut werden. Betreiber von Temelin und Dukovany ist der tschechische Energieversorger CEZ, der zu zwei Drittel im Staatseigentum steht.

Erhöhte Gefahr für das Österreich

Das AKW Temelin liegt lediglich 60 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. In diesem AKW gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Störfälle. Zuletzt musste ein Block im Atomkraftwerk Temelin im September 2012 abgeschaltet werden. Durch den forcierten Ausbau der Atomkraftanlagen in Tschechien wird sich die Gefahr für Österreich, vor allem die Bundesländer Ober- und Niederösterreich, noch weiter erhöhen.

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