Nächster Preisschub bei Zigaretten geht zu Lasten der Trafikanten

Einen neuen massiven Preisschub wird es bei heimischen Zigarettensorten geben. Durch eine Novelle des Tabakmonopolgesetzes und des Tabaksteuergesetzes wird ein gesetzlicher Mindestpreis von 3,80 Euro eingeführt. Bisherige Sorten, die unter diesem Preisniveau bleiben, müssen über eine Strafabgabe an den sogenannten Solidaritätsfonds Geld abliefern. Im Ergebnis wird es für alle Sorten zu einem Preissprung kommen. Dadurch wird sich das Preisgefälle zu den benachbarten EU-Ländern Slowenien, Ungarn, Slowakei und Tschechien massiv erhöhen. Es ist daher zu erwarten, dass noch mehr österreichische Raucher die 800-Stück-Regelung ausnützen und sich mit Privatimporten selbst versorgen. Das Nachsehen haben wieder einmal die heimischen Trafikanten, die mit massiven Umsatzeinbrüchen zu rechnen haben.

Tabakindustrie und Tabakgroßhandel müssen ab 1.1.2013 ihre Preise pro Zigarettenpackung auf über 3,80 Euro je Packung anheben oder in den Solidaritätsfonds für Trafikanten einzahlen. Der einzuhebende Solidaritätsbeitrag beläuft sich auf drei Euro je 1.000 Stück. Billigere Marken werden so gezwungen, auf 3,85 zu erhöhen, da der gesetzlich beabsichtigte Preis von 3,81 Euro keine runde Summe für den Verkauf in den Trafiken und am Automaten ergibt. Viele gängige Marken, die derzeit bei 3,70 Euro liegen, müssten verteuert werden.

Auch hochpreisige Zigarettensortensorten werden teurer

In Trafikantenkreisen rechnet man mit massiven Preiserhöhungen auch bei den hochpreisigen Zigarettensorten. Die Tabakindustrie will so die bisherige Preisdifferenz erhalten. Damit verteuert sich zu Lasten der Konsumenten der gesamte Bereich der heimischen Tabakwaren. Ein beabsichtigter Abänderungsantrag der Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP könnte zu einer allgemeinen Einhebung einer Abgabe in den Solidaritätsfonds führen. Damit wäre ein zusätzlicher Preisdruck nach oben zu erwarten, da davon ausgegangen wird, dass die Industrie die Abgabe an die Konsumenten weitergibt.

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