Links-Alternative wehren sich gegen Zuzug von Asylwerbern

Ein neues Asylheim soll gebaut werden. Geplanter Standort ist Ostertor, ein Stadtteil der deutschen Stadt Bremen. Wie bei jedem solcher Projekte wehren sich die Anwohner massiv dagegen, Flüchtlinge in ihrem Viertel akzeptieren zu müssen. Das Besondere an diesem speziellen Fall? Bremen-Ostertor ist ein Musterbeispiel für einen Stadtteil mit einer großteils links-alternativen Bevölkerung.

Die Linksliberalen, die die Politik der letzten Jahrzehnte im deutschsprachigen Raum (mit-)verursacht haben, mussten ja irgendwo zu finden sein. Ostertor stellt sich bei näherer Betrachtung als idealer Nährboden heraus – das Stadtbild wird von Bio-Geschäften und Szene-Treffs geprägt. Doch inzwischen hat sich ihre Ideologie so weit ausgebreitet, dass die Konsequenzen selbst in ihren ansonsten so stilgerecht geplanten Rückzugsorten zu spüren sind.

Grüne bekämpfen Auswirkungen ihrer eigenen Ideen

Nun berichtet die linke Berliner Zeitung taz über die skurrilen Argumente, mit denen die mehrheitlichen Grün-Wähler die dezentralisierte Unterbringung der 60 Asylwerber in eigenen Wohnungen – was vom selben Personenkreis jahrelang als willkommener Ersatz für die zentralisierte Sammelunterbringung gefordert wurde – bekämpfen möchte.

Natürlich hat man nichts gegen Flüchtlinge. Dieses Lippenbekenntnis wurde jedem Argument vorangestellt, um nur ja nicht als fremdenfeindlich zu gelten. Doch man befürchtet Drogenhandel, Ruhestörungen und einen Anstieg der Fremdenfeindlichkeit, die direkt durch den Bau des Asylheims ausgelöst werden können. Die Grüne Henrike Müller, deren Partei versucht, die dezentralisierte Unterbringung parteiprogrammgemäß durchzubringen, erkennt immerhin, dass letztere Aussage "hart am Rande des Zynismus" liegt.

Aus dem Sozialressort kommt die Information, dass die Flüchtlinge, die aufgrund von "Diskriminierung und Verfolgung" aus ihrer Heimat fliehen, mehrheitlich Roma seien.

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