SPÖ-Abgeordnete verfolgen Niederösterreichs Militärkommandanten

"Erneute irritierende Aussagen des NÖ Militärkommandanten" wollen SPÖ-Parteigänger beim traditionellen Ganslessen der Stadtgemeinde Mistelbach gehört haben. Der SPÖ-Abgeordnete Hubert Kuzdas „verpetzte“ den Militärkommandanten Brigadier Rudolf Striedinger umgehend in einer parlamentarischen Anfrage an Verteidigungsminister Darabos. Eine ähnliche Aktion hatte im September bereits der SPÖ-Abgeordnete Heinzl gestartet.

Beim Ganslessen sprach Militärkommandant Striedinger Realitäten an. Dem niederösterreichischen SPÖ-Abgeordnete Kuzdas passt das offensichtlich nicht. Er gab den Inhalt von Striedingers Rede in Auszügen in seiner Anfrage wieder: 

Er bezeichnete den Wehrdienst als erziehungsbildende Maßnahme für junge Bur­schen, die beim Bundesheer sozialisiert werden. Beim Heer werden nämlich alle gleich behandelt, die Zuteilung in die Schlafräume erfolge alphabethisch und so sind Burschen aus allen Bevölkerungs- und Bildungsschichten zusammengewürfelt in einem Zimmer. Toleranz, Zusammenhalt und gegenseitige Wertschätzung sind so­mit untrennbar damit verbunden! Weiter meinte er, dass man auch von den jungen Menschen etwas zurückfordern müsse. Nachdem ihnen alle Möglichkeiten heutzuta­ge offen stehen, könne man auch verlangen, dass sie für den Staat dienen und so etwas zurückgeben!

Ein „Berufsheer“ sei nicht zu finanzieren, denn es gebe jetzt schon viel zu viele Schwierigkeiten die Miliz aufrechtzuerhalten. Zurzeit seien 1.000 Soldaten einsatzbe­reit und es sei geplant dieses Freiwilligenheer auf 7.000 aufzustocken – das sei ein­fach unmöglich. Diese Probleme zeigen sich auch bereits in anderen Ländern, wie z. B. in Deutschland, wo man sich damit helfe, die Mannschaftsstärken zu reduzieren und nach unten zu korrigieren und so die nationale Sicherheit damit gefährde, – das dürfe in Österreich nicht passieren!

SPÖ-Abgeordneter will „kurze Leine“ für den Brigadier

Kuzdas schreibt in seiner Anfrage, dass viele Anwesende durch die Wortmeldung des Brigadiers „irritiert“ gewesen seien.  Er will nun von Verteidigungsminister Darabos wissen, welchen Auftrag Striedinger betreffend Aussagen über die beiden Modelle Berufsheer oder allgemeine Wehrpflicht habe und wie der Minister die Wortmeldung beurteilt. Offensichtlich werden weite Kreise in der SPÖ wegen der am 20. Jänner 2013 stattfindenden Volksbefragung nervös und möchten die leitenden Bundesheeroffiziere an die „kurze Leine“ nehmen.

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