FPÖ kämpft gegen Verödung der Wagramer Straße

Die Geschäfte eines Abschnittes der Wagramer Straße im Zentrum Kagran sterben einen leisen Tod. Nach der U1-Verlängerung nach Leopoldau verzeichneten die Kaufleute Umsatzeinbußen bis zu 60 Prozent. Im nächsten Jahr kommt auch noch die Straßenbahnlinie 26 weg – dann wird es noch kritischer für die Selbständigen im Bereich zwischen Donaufelder Straße und Natorpgasse.

Die rot-grüne Stadtregierung hat nämlich beschlossen, die Linie 26 im Jahr 2013 nicht mehr zum Zentrum Kagran zu führen, sondern über den Kagraner Platz hinaus nach Hirschstetten und Eßling. An und für sich eine gute Sache für die Öffi-Benützer, würde das Projekt nicht ungeheuerliche 70 Millionen Euro verschlingen und im dichtverbauten Bereich von Hirschstetten unzählige Parkplätze vernichten. Die FPÖ stimmte deshalb gegen diesen Plan. Verkehrssprecher Toni Mahdalik, selbst aus Wien-Donaustadt, sagt gegenüber Unzensuriert.at, dass „der von der FPÖ geforderte Ausbau des Busnetzes in diesen Gebieten 15 Millionen Euro kosten und man sich dadurch satte 55 Millionen Euro sparen würde“.

SPÖ-Schwenk innerhalb von vier Jahrzehnten

Als Kuriosum nennt Mahdalik in diesem Zusammenhang die Entscheidung der damals absolut regierenden SPÖ, die im Jahr 1970 die Straßenbahnlinie 317, die von Floridsdorf über Kagran und Hirschstetten bis Groß-Enzersdorf führte, einstellte und die Bim durch Busse ersetzte. Nur vier Jahrzehnte später drehe man alles wieder um, weshalb der FPÖ-Mandatar vermutet: „Die SPÖ will durch teure Bim-Projekte offenbar Konzerne, die mit dem Rathaus personell eng verflochten sind, mit unseren Steuergeldern sponsern.“  Damals, 1970, wäre der Bus der letzte Schrei gewesen. Heute sei es wieder die Bim. Dümmer und schiefer könne die Verkehrsplanung nicht laufen, so Mahdalik. Und: „Bluten muss dafür wieder einmal der Steuerzahler.“

Donaustädter Freiheitliche befragen 3000 Bürger

Durch die neue Verkehrsplanung wird die weitere Entwicklung der Wagramer Straße zum Nebenschauplatz. Nicht für die Donaustädter Freiheitlichen, die nun gegen die Verödung des Abschnittes zwischen Natorpgasse und Donaufelder Straße kämpfen. Dieser Tage werden 3000 Bürger befragt, wie sie die Wagramer Straße in Zukunft gestaltet haben möchten. Nächstes Jahr sollen ja die Schienen von der Straßenmitte entfernt werden. Die Bürger sind nun aufgerufen, auf dem Fragebogen, der ihnen zugeschickt wurde, ihre Wünsche anzukreuzen. Alles steht zur Auswahl: Von der Schaffung zusätzlichen Parkraums über Grünzonen, Baumpflanzungen bis hin zu einem getrennten Radfahrweg. Mit der Auswertung dieser Umfrage ist laut Mahdalik Mitte Jänner zu rechnen. Danach werde sich die FPÖ-Donaustadt dafür stark machen, dass die Vorstellungen der Bürger auch Gehör finden.

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