Kirchenschändung ist im ORF „Freiheit der Kunst“

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und seine Programmchefin Kathi Zechner taumeln von Flop zu Flop und von der einen in die andere Peinlichkeit. Nach Quoten-Tiefs, Sido-Ausraster und Alaba-Beleidigung durften die „Staatskünstler“ im österreichischen Fernsehen eine Pussy-Riot-Persiflage im St. Pöltner Dom bringen. Katholiken sehen darin eine „Herbwüdigung religiöser Lehren“.

Die Komiker Thomas Maurer, Robert Palfrader und Florian Scheuba ahmten für ihr Sendeformat „Wir Staatskünstler“ einen Auftritt der kremlkritischen Band Pussy Riot nach. Sie tanzten mit nachgebildeten Masken vor dem Altar, riefen die „Himmelsmutter“ an und wiesen in ihrer Persiflage darauf hin, dass man in Niederösterreich auch jemanden anderen als Landeshauptmann Erwin Pröll wählen könnte.

Schändliche Altartänze verspotten Katholiken

Dem katholischen Gloria TV zufolge soll der ORF dafür erst nachträglich um eine Drehgenehmigung angesucht haben, die von der Diözese St. Pölten aber nicht erteilt wurde. Bischof Klaus Küng soll sich wegen dieses Auftritts inzwischen bei Generaldirektor Alexander Wrabetz beschwert haben. Der ORF strahlte die „schändlichen Altartänze“ aus und unterstützte damit die Komiker bei der Verspottung aller Katholiken des Landes.

Die FPÖ wirft dem ORF und der Satire-Sendung vor, mit zweierlei Maß zu messen. Die Freiheitlichen fragen sich, wie der Öffentlich-Rechtliche und die Sendungsmacher die Aufführung eines ähnlich „dümmlich provokanten Theaters“ in einer Moschee sehen würden. Allein die Berufung auf die „Freiheit der Kunst“ entbinde den ORF nicht von „jeder moralischen Verantwortung und Rücksichtnahme“.

Heute entschuldigt sich für anti-muslimischen Artikel

Die Beleidigung der Katholiken muss in diesem Land offenbar stets hingenommen werden. Wer aber Muslimen zu nahe tritt, auch wenn es sich um einen mutmaßlichen Mörder handelt, bekommt es mit den selbsternannten Meinungsmachern zu tun. So war der Chefredakteur der Zeitung Heute, Christian Nusser, gezwungen, sich wegen eines Artikels in dieser Zeitung in aller Öffentlichkeit zu entschuldigen. Seine beiden Redakteure Jörg Michner und Wolfgang Höllriegl schrieben über den Kärntner Messermord. Unter dem Titel „Eifersucht: Mann ersticht vor Kindergarten Ehefrau“ fanden sich Sätze wie „Der mutmaßliche Täter gehört zu der Sorte Mann, die zum Glück eher hinterm Halbmond leben“, „in Ländern, wo das Gesäß beim Beten höher ist als der Kopf“. Wo man, so die Redakteure weiter, Partnerinnen als Besitz betrachte und „durchdrehe“, wenn der eigene Stolz verletzt werde.

Der Journalistengewerkschaft war das zu viel. Vorsitzender Franz C. Bauer kündigte die Einschaltung des Presserates an. „Das ist eine Grenzüberschreitung, nach der man nicht kommentarlos zur Tagesordnung übergehen kann“, wurde Bauer in den Medien zitiert. Tatsächlich wurden beiden Redakteure, Michner und Höllriegl, laut ORF.at inzwischen suspendiert. Der Gewerkschaftsboss sah in dem Artikel eine „Hetze der allerübelsten Sorte“ gegen einen mutmaßlichen Mörder, der seine Frau in aller Öffentlichkeit brutal nieder stach. Bei der Verhetzung der Katholiken im ORF meldete sich der Mann aber nicht zu Wort.

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