Burgstallers Kronprinz David Brenner in Bedrängnis

Durch den 340-Millionen-Euro-Skandal rund um die Spekulationsverluste des Landes Salzburg gerät nun der Kronprinz von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ), David Brenner, immer mehr in den Fokus der personalpolitischen Spekulationen. Bis vor kurzem galt Brenner als logischer Nachfolger Burgstallers als Landeshauptmann, aber auch als Personalreserve für ein rotes Ministeramt in Wien. Nach seinem Eintritt in die SPÖ 1993 machte er sehr schnell Karriere in der Landespartei Salzburg. Bereits 1998 übernahm er die Leitung des Renner-Instituts, 1999 wurde er Landtagsabgeordneter der SPÖ. Nach der Übernahme der Funktion des SPÖ-Klubobmanns ging es für den Aufsteiger schnell nach oben. 2005 wurde er stellvertretender Landesparteiobmann und ab 2007 Landeshauptmannstellvertreter und Landesfinanzreferent des Landes Salzburg.

In den letzten Jahren hatte David Brenner in seiner Ressortverantwortlichkeit bereits wiederholt mit Skandalen zu tun. Zuletzt musste sich Brenner, der neben den Finanzen auch das Liegenschaftsmanagement, den Sport und die Kultur für das Land Salzburg verwaltet, mit diversen Skandalen und Kriminalfällen herumschlagen. So fielen etwa die Causa Osterfestspiele oder der Förderskandal rund um den ASKÖ in seine Verantwortung. Immer stand bisher Brenners Parteifreundin Gabi Burgstaller hinter Brenner.

Salzburger Nachrichten berichten von frühzeitigen Indizien

Nun lassen die Salzburger Nachrichten in ihrer Montagausgabe mit neuen Indizien aufhorchen, die die Rolle von Brenner im Zwielicht erscheinen lassen. Bereits seit Mitte Juli gab es offensichtlich handfeste Hinweise im Finanzmanagement des Landes Salzburg, dass etwas nicht stimmt. Damals versuchte man, alles unter den Teppich zu kehren. Den Entzug der Handlungsvollmacht gegenüber der nunmehr offiziellen Spekulantin wurde damals mit Burnout erklärt. Mitte Oktober verdichteten sich die Informationen bis zum heutigen Wissensstand. Doch erst Anfang Dezember ging Brenner mit den Informationen an die Öffentlichkeit. Von politischen Konsequenzen ist weiterhin weit und breit keine Spur. SN-Redakteurin Silvia Wörgetter merkt dazu an:

Von einem Rücktritt Brenners ist weiterhin, offiziell, keine Rede. "Seine Gabi" steht voll hinter ihm. Im Gegenteil: Nun soll genau er, David Brenner, der Meister der Salamitaktik, des Nur-das-Notwendigste-Zugebens, für die lückenlose Aufklärung des Finanzdebakels sorgen. Das ist die Botschaft, welche die SPÖ und ihre Vorsitzende Gabi Burgstaller am Samstagnachmittag aussendeten.

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