Diebstahl in Hauptkasse der Österreichischen Nationalbank

Die skandalerprobte Österreichische Nationalbank (OeNB) unter Notenbankgouverneur Ewald Nowotny wird von einem Kriminalfall erschüttert. Aktuell geht es nach einem Bericht der Tageszeitung Der Standard um einen Diebstahl von immerhin 50.000 Euro, die aus der sogenannten Hauptkasse der OeNB im Sommer dieses Jahres entwendet worden sein sollen. Nun beschäftigen sich die OeNB selbst, die Polizei und sogar ein Hund mit den Sicherheitslücken in der Notenbank. Denn es ist nicht der erste Fall dieser Art der Kriminalität in der OeNB.

Zeitlich soll der Banknotendiebstahl im Sommer 2012 stattgefunden haben. Damals kam es zu Umbauarbeiten in der Abteilung Banknoten- und Münzkasse, wie die Hauptkasse im Nationalbankjargon benannt wird. Eine der Hauptaufgaben dieser Hauptkasse ist der Umtausch von immer noch im Privatbesitz befindlichen Schilling-Banknoten in Euro. Ungeklärt ist bis heute, ob externe Personen, die als Handwerker die ansonsten gesicherten Räumlichkeiten betreten konnten, den Täterkreis bilden oder ob sich OeNB-Interne am Bargeld bedient haben.

Hund gegen Sicherheitslücken eingesetzt

Gegen die entdeckten Sicherheitslücken bei der Bargeldverwaltung versucht man nun mit allen Mitteln vorzugehen. Neben verschärften internen Sicherheitsmaßnahmen und einer runderneuerten Zugangskontrolle greift man auch auf traditionelle Sicherheitsmaßnahmen aus dem Bereich der Drogenfahndung zurück. Um eine unerlaubte Bargeldmitnahme aus den Räumlichkeiten der OeNB zu verhindern, wurde der Labrador "Dusty" angeschafft, der auf das Erschnüffeln von Banknoten abgerichtet ist.

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