FPÖ proklamiert in Bozen: „Los von Rom – Hin zur Tiroler Landeseinheit!“

Einen neuen politischen Anlauf zur Wiederherstellung der Tiroler Landeseinheit haben der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ) und FPÖ-Südtirolsprecher Werner Neubauer anlässlich eines mehrtägigen Aufenthaltes in Südtirol gestartet. Das 650 Jahre-Jubiläum der Zugehörigkeit des Landes Tirol zu Österreich im Jahre 2013 soll zum Anlass genommen werden, die Tiroler Landeseinheit und damit die Rückkehr Südtirols zu Österreich aktiv anzugehen. Die beiden freiheitlichen Politiker, die sich seit Jahrzehnten für die Wiedervereinigung Tirols einsetzen, nutzten ihren Südtirolaufenthalt um sich mit den patriotischen und heimattreuen Südtirolern zu treffen und einen Gedankenaustausch über die Zukunft des Landes zu pflegen. Dabei wurden mehrere Veranstaltungen, wie die Josef-Noldin-Feier, das Sepp Kerschbaumer Gedenken und die Versammlung zum 20-Jahre-Jubiläum der Gründung der Südtiroler Freiheitlichen besucht.

Vor dem Hintergrund des im Jahre 2013 anstehenden Jubiläum der 650-jährigen Zugehörigkeit Tirols zu Österreich, erinnert FPÖ-Südtirolsprecher Werner Neubauer an die gegenwärtige Situation: "Angesichts dessen muss man sich stets vergegenwärtigen, dass nicht ganz Tirol heute bei Österreich ist".  Neubauer sprach notwendige Maßnahmen zum Vorantreiben einer aktiven Südtirolpolitik in Österreich an. Er  fordert die Wiedereinführung einer Südtirol-Abteilung beim Amt der Tiroler Landesregierung und eine zweimal jährlich stattfindende Südtirol-Konferenz unter Beteiligung aller Parlamentsparteien gemeinsam mit Fach- und Rechtsexperten, um die Zukunft der Einheit Tirols zu diskutieren. Durch den Umgang Roms mit Südtirol in den letzten Monaten und die unsichere innenpolitische Zukunft Italiens sei jetzt der richtige Zeitpunkt um einen eigenständigen Weg zu beschreiten.

Graf verweist auf europäische Vorbilder der Selbstbestimmung

Dass ein Zwischenschritt zu einer Wiedervereinigung mit Österreich durchaus die Verwirklichung eines Freistaates sein könne, ist in Expertenkreisen bereits ausführlich diskutiert worden. Nationalratspräsident Martin Graf forderte, dass Südtirol neben den europaweit an Bedeutung gewinnenden Selbstbestimmungsbestrebungen etwa der Schotten, Katalanen oder Flamen nicht Schlusslicht bei der Selbstbestimmung bleiben dürfe. Um diese Bestrebungen zu unterstützten, habe die FPÖ ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, das sich intensiv mit dem auch von den Südtiroler Freiheitlichen favorisierten Freistaat-Modell auseinandersetze. Ein weiteres Gutachten soll nun die Rahmenbedingungen für die Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechts der Südtiroler erörtern.  Gleichzeitig unterstützt die FPÖ weiterhin die Bestrebungen nach einer Doppelstaatsbürgerschaft für die deutschen und ladinischen Südtiroler.

Feier der Südtiroler Freiheitlichen, Noldin- und  Kerschbaumergedenken

Ganz im Zeichen des Einsatzes für die Belange Südtirols stand der Aufenthalt der freiheitlichen Repräsentanten bei ihren zahlreichen Veranstaltungen. So nahm Martin Graf an der 20-Jahre-Feier der Südtiroler Freiheitlichen teil und übermittelte die Glückwünsche von FPÖ-Obmann HC Strache. Die Südtiroler Freiheitlichen wurden seinerzeit als Speerspitze für die Durchsetzung der Selbstbestimmung gegründet. Bis heute stehen sie landespolitisch an der Spitze der Tiroler Heimattreuen. Graf und Neubauer besuchten auch das Sepp-Kerschbaumer-Gedenken in St. Pauls, das mit rund 3.000 Teilnehmern, darunter 1.500 Schützen, heuer so stark angenommen wurde wie seit zehn Jahren nicht. Bei der Josef-Noldin-Gedenkfeier in Salurn hielt der Dritte Nationalratspräsident die Festrede und erinnerte an diesen ersten Kämpfer gegen die Italianisierung Südtirols, der von Mussolini verbannt worden war.

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