Prominenter griechischer Bankier verhaftet

2006 war Lavrentis Lavrentiadis noch Gewinner des Ernst & Young Preises „Griechischer Unternehmer des Jahres“. Jetzt wurde er auf seinem Anwesen im noblen Athener Vorort Vari verhaftet und sitzt im Gefängnis. Lavrentiadis war früher Miteigentümer der Pronto Bank, die im November 2011 mit 900 Millionen Euro durch Griechenland gerettet werden musste. Auch Gelder aus der Eurozone wurden dafür verwendet. Die Folge dieser Notverstaatlichung waren Ermittlungen wegen Betrugs, Unterschlagung, Geldwäsche und Bildung einer kriminellen Vereinigung. Im Zentrum steht Lavrentiadis. 

Die Pronto Bank entwickelte sich ab 2002 zu einer Investmentbank. 2005 ging sie an die Athener Börse, 2006 wurde die Omega Bank übernommen. Im Dezember 2009 erwarb Lavrentiadis einen Anteil von 31,3 Prozent der Proton Bank, wurde damit größter Aktionär und Präsident der Bank. Bis 2011 soll der Bankier die stolze Summe von 700 Millionen Euro abgezogen und ins Ausland transferiert haben.

Geld soll in Liechtenstein und der Schweiz gebunkert sein

Larventiadis soll das Geld gemeinsam mit weiteren Beschuldigten vor allem nach Liechtenstein und in die Schweiz transferiert haben. Bereits im Februar 2012 hatten Liechtensteiner und Schweizer Justizbehörden Konten, die dem Bankier zugerechnet werden, gesperrt. Allein auf diesen sollen 158 Millionen Euro liegen. Sollte Larventiadis verurteilt werden, so droht ihm wegen der Höhe des Schadens lebenslange Haft.
 

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