ORF: Zechner floppt mit Stermann-Grissemann-Show

„Keine Chance“ heißt die neue Freitag-Abendshow des ORF mit dem Blödler-Duo Dirk Stermann und Christoph Grissemann. Keine Chance hat diese Sendung beim Publikum. Denn für die von Programmintendantin Kathrin Zechner im Vorfeld hochgelobte Hauptabendsendung konnten sich nur 286.000 Zuschauer begeistern. Ein Negativrekord mit einem Marktanteil von nur elf Prozent. Und es ist der nächste große Flop von Zechner nach dem Sido-Debakel.

Eine definitive Entscheidung über Fortsetzung oder Absetzen sei noch nicht gefallen, ließ die ORF-Führung über die APA wissen. Kaum ausgestrahlt, wird schon wieder über die Einstellung der Show gesprochen. Wie bei „Mitten im Achten“. Und auch mit den neuen Mittwochsendungen „Hast du Nerven?“, „Das Einser Team“ und „Mein Leben – Die Reportage mit Mari Lang“ erlebt der ORF zurzeit Quotenflops am laufenden Band.

Weniger Zuschauer als bei "Willkommen Österreich"

Die Show hatte durchschnittlich nur 286.000 Seher bei einem Marktanteil von elf Prozent – das sind weniger Zuseher, als die beiden Comedians normalerweise mit "Willkommen Österreich" am späten Dienstagabend haben. Im ORF versucht man, das Positive nicht aus den Augen zu verlieren. Immerhin sei das Publikum über die gesamte Sendungsstrecke hinweg nicht abgesprungen, sondern habe sich bis zum Finale immerhin noch gesteigert.

Dass Dirk Stermann und Christoph Grissemann mit ihrem eigenwilligen Humor nicht den Geschmack des Publikums treffen, ist am Küniglberg offenbar kein Thema. Auch die ständigen Ausrutscher der beiden, seien es die Beleidigung von ÖFB-Teamspieler David Alaba oder die pietätlosen Witze über den verstorbenen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider, haben die österreichischen Fernsehzuschauer offenbar satt. Wen wundert's, dass das Publikum in Scharen wegläuft und sich lieber mit Konkurrenzsendern einen schönen Abend macht, bevor es sich wieder über das Komikerduo ärgern muss. Zechner und ihr Team haben offenbar nicht das Gefühl für ein Programm, das die Österreicher interessiert. Die Sido-Affäre, in der Zechner wenig Standhaftigkeit zeigte, indem sie den Skandal-Rapper nach einer Prügelaffäre mit Dominic Heinzl zuerst suspendierte, dann aber wieder zurückholte, hat ihr zudem viel Misstrauen eingebracht.

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