Schülereinschreibung auf Türkisch und Serbokroatisch

Die Bildungsstandards in Wien sind österreichweit am schlechtesten. Wenig überraschend, denn in der Bundeshauptstadt ist der Zuzug weiterhin zügellos. Die Deutschkenntnisse der Migranten-Kinder sind noch immer nicht ausreichend, um problemlos eine Schule besuchen zu können. Was macht Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (SPÖ) gegen diese Misere? Statt den Kindern früh Deutsch beizubringen, lädt die oberste Lehrerin der Stadt in fünf Sprachen zur Schülereinschreibung: Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch und Serbokroatisch.

Für die Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl war die Präsentation der Ergebnisse der Bildungsstandards eine herbe Niederlage. Denn kein Bundesland schnitt bei der österreichweiten Überprüfung der Mathematikkenntnisse von 14-Jährigen schlechter ab als Wien. In der Hauptstadt ist man nun um Schadensbegrenzung bemüht. Als erste Maßnahme sollen die Schulen dazu verpflichtet werden, an weiteren externen Überprüfungen teilzunehmen. Das sorgt über die Parteigrenzen hinweg für Kritik, die Opposition forderte sogar die Absetzung von Brandsteidl.

Migranten-Anteil in Wien-Margareten bei 89 Prozent

Denn Brandsteidl hat gemeinsam mit der Wiener SPÖ die Misere zu verantworten. Entgegen den Lippenbekenntnisse, Kindern schon im Kindergarten Deutsch beibringen zu wollen, geschieht in Wahrheit kaum etwas. Jetzt wunderten sich Eltern über die Zuschrift für die Schülereinschreibung, die vom 14. bis 25. Jänner 2013 stattfindet. Der Text für die Einschreibung für die 1. Klasse Volksschule musste bereits in fünf Sprachen abgefasst werden, auch in Türkisch und Serbokroatisch.

Dass Wien österreichweit an der Spitze liegt, was die Zahl der Volksschüler mit anderer Erstsprache betrifft, ist wenig überraschend – auf jeden zweiten Schüler trifft das zu. Auf die Hauptstadt folgt Vorarlberg mit 28 Prozent Schülern mit einer anderen Erstsprache, am unteren Ende der Skala liegen die Steiermark mit 14 Prozent und Kärnten mit 12 Prozent. Wie krass die Konzentration der Migranten auf bestimmte Wohngegenden wirklich ist, zeigt aber erst die Auswertung nach Bezirken.

So lag der Anteil der Volksschüler mit einer anderen Erstsprache als Deutsch im vergangenen Schuljahr in Wien-Margareten bei 89 Prozent – exakt 924 von 1038 Kindern. Rudolfsheim-Fünfhaus und Ottakring lagen bei 80 Prozent, Brigittenau bei 79 und Meidling bei 70 Prozent. In Wien am niedrigsten ist der Migrantenanteil mit 22 Prozent bei den Volksschülern in Hietzing; im ersten Bezirk spricht jeder dritte eine andere Erstsprache als Deutsch.

Mittelschicht steckt ihre Kinder in Privatschulen

Eltern wollen das Beste für ihr Kind – und das ist in ihren Augen auf keinen Fall eine Schule, wo der Migrantenanteil hoch ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR). Diese Tendenz gebe es nicht nur in Deutschland, sondern sie sei auch in Österreich zu beobachten, sagen die Autoren der Studie. Wen wundert's ob dieser Schulpolitik der SPÖ, die bislang nur mit merkwürdigen Sex-Broschüren in den Klassen und bei den Eltern für Aufsehen sorgt?

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