Grüne werfen Wiener Philharmonikern Nazi-Vergangenheit vor

Wenige Tage vor dem traditionsreichen Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker haben die Grünen nichts Besseres zu tun, als eine Kampagne gegen das Orchester los zu treten. Sie werfen den Philharmonikern vor, ihre fragwürdige Rolle während der Nazi-Herrschaft zu verschleiern. FPÖ-Kultursprecherin Heidemarie Unterreiner spricht von einem Angriff auf das „großartigste Orchester der Welt“ und wirft den Grünen Hetze vor.

Als oberster Nestbeschmutzer betätigt sich wieder einmal der Grün-Abgeordnete Harald Walser. Seine Attacke richtet sich direkt an den Chef der Philharmoniker, Clemens Hellsberg. Dieser habe, so Walser, nach wie vor ein Problem damit, sich umfassend zur Historie zu bekennen. Er verhindere „seit Jahren ein kritische Aufarbeitung der Geschichte der Philharmoniker“ und reagiere „nur auf Druck und gibt ein Archiv immer nur zum Teil frei“. Gegen diese Behauptung wehrt sich der Vorstand des Orchesters vehement. Laut Hellsberg stehe das Archiv für jeden Forscher offen. „Keiner wird behindert“, so Hellsberg im Ö1-Interview.

Karajan-Vernaderung und grüne Zensur in Wien

Der Angriff auf die Philharmoniker ist bereits der dritte Kultur-Aufreger in den vergangenen Tagen. Zuvor hatte der SPÖ-nahe Historiker Oliver Rathkolb dem Stardirigenten Herbert von Karajan Verstrickungen mit der Nazi-Herrschaft vorgeworfen. Und der grüne Wiener Kultursprecher Klaus Werner-Lobo hatte das Weihnachtskonzert der Rockband „Die Hinichen“ verhindert. Er drohte dem Veranstalter, dem Planet Music, die Subvention zu streichen, sollte das Konzert stattfinden.

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