Unter rotem Kanzler geht s den Arbeitern immer schlechter

Bundeskanzler Werner Faymann und seine SPÖ können noch so viel über „Gerechtigkeit“ und „gerechte Verteilung von Vermögen“ sprechen. Die Wahrheit ist: Den Arbeitern geht es schlechter als je zuvor. Gerade die untersten Einkommensschichten mussten die stärksten Kaufkraftverluste hinnehmen, weil ihre Einkommenszuwächse teils deutlich unter der Inflationsrate liegen. Dies geht aus dem aktuellen Einkommensbericht des Rechnungshofs hervor, der alle zwei Jahre erscheint.

Quer über alle Berufsgruppen sanken die Realeinkommen des untersten Viertels der Einkommensbezieher in den vergangenen 14 Jahren um mehr als 15 Prozent. Besonders stark betroffen sind die Arbeiter, die mit 18.157 Euro mittlerem Jahresbrutto auch am schlechtesten verdienen. Die Kaufkraft der Angestellten stagniert unterdessen. Ein inflationsbereinigtes Kaufkraftplus bei unteren, mittleren und oberen Einkommen gab es nur bei den Beamten. Auffällig ist für den Rechnungshof, dass seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2007 selbst ein Gutteil jener Personen sinkende Realeinkommen hinnehmen musste, die ohne Unterbrechung durchgehend beschäftigt waren.

Die Beamten haben die höchsten Einkommen

Die Beamten verbuchten nicht nur die höchsten Steigerungen, sondern auch die höchsten Einkommen: Die Hälfte von ihnen verdiente 2011 mehr als 49.274 Euro. Das liegt auch daran, dass der Akademikeranteil in dieser Berufsgruppe hoch ist. Der starke Anstieg der Beamteneinkommen hat aber auch einen statistischen Grund: Die ÖBB melden seit dem Jahr 2002 keine ihrer Bediensteten mehr als Beamte. Damit ist die Zahl der Beamten um rund 50.000 zurückgegangen und eine große Gruppe weggefallen, deren Einkommen im Vergleich zum Verdienst der anderen Beamten unterdurchschnittlich ist. Deshalb ist das mittlere Einkommen überdurchschnittlich angestiegen.

Wie viel man in Österreich verdient, hängt auch stark von der Branche ab: Die besten Einkommen finden sich in der Energieversorgung, wo die Hälfte der Beschäftigten mehr als 50.600 Euro brutto im Jahr verdient. An zweiter Stelle liegt das Finanz- und Versicherungswesen: Hier beträgt das Brutto-Mediaeinkommen knapp 41.000 Euro im Jahr. Am niedrigsten sind die Einkommen mit 9460 Euro Mittelwert in Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben. Am besten verdienen aber die Freiberufler. Das mittlere Bruttoeinkommen der Fachärzte betrug zuletzt 114.000 Euro, Rechtsberater nahmen 61.000 Euro ein.

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